Kann mir das PKV-Unternehmen meinen PKV-Vertrag kündigen?

Eine Kündigung durch die private Krankenversicherung (PKV) ist seit 2009 nahezu ausgeschlossen. Zu diesem Stichtag wurde auch für die PKV die allgemeine Versicherungspflicht eingeführt. Seitdem muss jeder Bürger in Deutschland einen Krankenversicherungsschutz nachweisen. Die privaten Versicherer sind selbst bei Beitragsverzug nicht berechtigt, den PKV-Vertrag zu kündigen, weil damit der Krankenschutz gefährdet wäre.

Bei einem Beitragsrückstand wird der Vertrag daher zunächst ruhend gestellt. Die Forderungen des Versicherers bleiben jedoch bestehen. Nach 12 Monaten der Nichtzahlung erfolgt die automatische Umstellung in den Basistarif der PKV.  Übrigens erhalten Nichtzahler bei Akuterkrankungen, Notfallbehandlung und Schwangerschaft trotzdem die Kosten erstattet.

Eine Kündigungsmöglichkeit für den Privatversicherer besteht nur dann, wenn dem Versicherten eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung nachzuweisen ist. Wer z.B. die Gesundheitsfragen nicht vollständig beantwortet hat, riskiert möglicherweise seinen Versicherungsschutz.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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