Wann gelte ich als Arbeitnehmer als freiwilliges Mitglied der GKV und kann in die PKV wechseln?

Für Arbeitnehmer gelten zum PKV-Wechsel die Voraussetzungen des § 6 Abs. 4 Sozialgesetzbuch V (SGB V). Seit Januar 2011 gelten Arbeitnehmer als freiwilliges Mitglied der GKV, wenn das maßgebliche Einkommen die aktuelle Versicherungspflichtgrenze dauerhaft übersteigt. Für Versicherte, die bereits am 31.12.2002 wegen Überschreitens der Gehaltsgrenze PKV-Mitglied waren, gilt eine verminderte Versicherungspflichtgrenze.

Ein Arbeitnehmer, dessen Gehalt im Laufe eines Kalenderjahres erstmalig die gültige Entgeltgrenze übersteigt, wird zum 1. Januar des Folgejahres versicherungsfreies GKV-Mitglied, wenn auch die Gehaltsgrenze des Folgejahres überschritten wird. Der PKV-Wechsel ist zum 1. Januar des Folgejahres möglich. Die Antragstellung in der PKV kann bereits sechs Monate vorher erfolgen. Da die Freiwilligkeit in der Regel in den ersten Tagen des Folgejahres festgestellt wird, kann die Kündigung auch in den ersten 14 Tagen des neuen Jahres rückwirkend zum 1. Januar vorgenommen werden.

Beamte, Freiberufler und Selbständige können unabhängig vom Einkommen jederzeit in die PKV wechseln. Sie per Gesetz freiwillige Mitglieder in der GKV. Eine Ausnahme besteht nur für den Fall, dass ein Wahltarif in der GKV abgeschlossen wurde. Für diese besonderen Tarife gelten Mindestbindungszeiten von einem bzw. drei Jahren, währenddessen keine Kündigung möglich ist.

Berufsanfänger können seit 2011 übrigens sofort einer privaten Kasse beitreten, wenn das Einkommen laut Arbeitsvertrag die Gehaltsgrenze übersteigt.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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