Wann kann ich als PKV-Versicherter zurück in die gesetzliche Kasse wechseln?

Grundsätzlich gilt die Aussage "Einmal privat - immer privat krankenversichert". Jedoch hat der Gesetzgeber für Arbeitnehmer Ausnahmen vorgesehen. PKV-Versicherte können sich wieder in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern, wenn das Einkommen unter die aktuelle Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) sinkt. In diesem Fall besteht Versicherungspflicht in der GKV. Für Privatversicherte, die bereits vor dem 31. Dezember 2002 Mitglied der PKV gilt ein geringerer Wert, die besondere JAEG. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kasse möglich. Diese besteht immer dann, wenn in den letzten fünf Jahren keine Versicherung in der GKV bestanden hat.

Eine weitere Rückkehrmöglichkeit für Arbeitnehmer ist bei Arbeitslosigkeit gegeben. Es tritt automatisch Krankenversicherungspflicht in der gesetzlichen Kasse ein, in der der Versicherte vor Eintritt in die PKV versichert war. Ausgeschlossen ist die Rückkehr in die GKV jedoch, wenn der Versicherte bereits das 55. Lebensjahr vollendet hat. In diesem Fall besteht der PKV-Vertrag unverändert fort.

Für den Zeitraum einer Pflichtmitgliedschaft in der GKV ruht der private Krankenschutz. Die Privatversicherer bieten verschiedene Möglichkeiten an, den bestehenden Vertrag aufrecht zu erhalten und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufleben zu lassen. Hierfür wurden die kleine und die große Anwartschaftsversicherung eingeführt.

Für Beamte, Freiberufler und Selbständige gibt es auch bei sinkenden Einkünften keine Möglichkeit zur Rückkehr in das gesetzliche System. Nur bei Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung und vor dem 55. Lebensjahr ist dies möglich.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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