Können die Altersrückstellungen beim PKV-Wechsel mitgenommen werden?

Altersrückstellungen sorgen in der privaten Krankenversicherung (PKV) dafür, dass die Beiträge im Alter bezahlbar bleiben. Bei einem Wechsel der Versicherungsgesellschaft gehen diese angesammelten Sparbeiträge verloren. Sie verbleiben beim bisherigen Versichertenkollektiv und werden dort zur Stabilisierung der Beiträge eingesetzt. Diese Regelung betrifft alle Privatversicherten, die bereits vor dem 1. Januar 2009 Mitglied in der PKV waren.

Begründet wird dies von Seiten der Privaten damit, dass jeder Versicherter Teil der Versichertengemeinschaft ist. Die angesammelten Altersrückstellungen werden, so die PKV, nicht individuell, sondern für das gesamte Kollektiv kalkuliert. Dadurch sei die Mitnahme aus objektiven Gründen ausgeschlossen.

Seit Januar 2009 gelten für Neukunden der PKV andere Regelungen zur Portabilität der Altersrückstellungen. Bei einem PKV-Wechsel können die Rückstellungswerte auf den Tarif beim neuen Versicherer übertragen werden, die in der Höhe den Rückstellungen des Basistarifs entsprechen. Da der vom Gesetzgeber vorgegebene Basistarif Leistungen auf Basis der GKV enthält, können somit nicht die kompletten Altersrückstellungen mitgegeben werden. Im Schnitt werden zwischen 75 und 85 Prozent der angesammelten Werte auf die neue PKV übertragen.

Mit der Neuregelung erhofft sich der Gesetzgeber eine Stärkung des Wettbewerbs zwischen den privaten Anbietern. Vor allem bei langjährig Versicherten war in der Vergangenheit ein Anbieterwechsel aufgrund des Verlustes der Rückstellungen unrentabel.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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