Worauf sollte man beim Antrag zur PKV achten?

Die Antragstellung zur privaten Krankenversicherung (PKV) ist von besonderer Bedeutung. Mit den Gesundheitsfragen muss der Antragsteller Angaben zu Behandlungen und Beschwerden in den letzten drei bis zehn Jahren machen. Wichtig ist, die gestellten Fragen gewissenhaft und vollständig zu beantworten. Wer wissentlich Erkrankungen verschweigt oder falsche Angaben macht, riskiert seinen Versicherungsschutz und begeht eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung. Die PKV kann die Leistung verweigern oder sogar vom Vertrag zurücktreten.

Die sogenannte vorvertragliche Anzeigepflicht durch den Kunden endet erst, wenn der Versicherer den Vertrag angenommen hat. Bis dahin müssen ärztliche Behandlungen und gesundheitliche Veränderungen nachgemeldet werden.

Wer sich unsicher bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen ist, sollte sich bei seinem Hausarzt nach der Krankenakte erkundigen. Bei risikoerheblichen Vorerkrankungen nimmt die PKV mit dem im Antrag aufgeführten Arzt Kontakt auf, um das konkrete Krankheitsbild zu klären. Dazu erteilt der Antragsteller die Schweigepflichtentbindung.

Stellt der Krankenversicherer eine schuldhafte Anzeigepflichtverletzung fest, kann er innerhalb eines Monats ab Kenntnisnahme vom Vertrag zurücktreten. Bei arglistiger Täuschung kann der Versicherer den Vertrag sogar anfechten. Rücktritt und Kündigung sind nur innerhalb von 5 Jahren, bei Vorsatz und Arglist innerhalb von 10 Jahren möglich.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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