Wie unterscheiden sich die Jahresarbeitsentgelt- und die Beitragsbemessungsgrenze?

Die Jahresarbeitsentgelt- und die Beitragsbemessungsgrenze gelten für die gesetzliche und die private Krankenversicherung. Die Grenzwerte werden jährlich neu festgesetzt. Die gesetzliche Regelung findet sich im Sozialgesetzbuch.

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) oder auch Versicherungspflichtgrenze bezeichnet das Einkommen, bis zu dem eine Pflichtmitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse besteht. Arbeitnehmer mit einem Bruttoverdienst unterhalb der JAEG müssen in der GKV verbleiben. Bei einem Gehalt oberhalb der Grenze besteht eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV. Alternativ kann man in die private Krankenkasse wechseln. Die aktuellen Werte zur Jahresarbeitsentgeltgrenze finden Sie hier.

Übrigens: Die Pflichtgrenze gilt nur für Arbeitnehmer. Beamte, Freiberufler und Selbständige können aufgrund ihres beruflichen Status in die Privatkasse wechseln. Sie müssen kein bestimmtes Mindesteinkommen vorweisen.

Die Beitragsbemessungsgrenze ist das Bruttogehalt, bis zu dem Beiträge an die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung abgeführt werden müssen. Damit stellt die BBG den Maximalbetrag dar, der an die gesetzlichen Sozialversicherungsträger abgeführt werden muss. Die Bemessungsgrenze legt auch fest, wie hoch das Krankengeld in der GKV maximal ausfällt. Für die private Krankenversicherung hat die Beitragsbemessungsgrenze keine direkt Auswirkung. Mit der BBG wird lediglich festgelegt, wie hoch der Maximalbeitrag für den PKV-Basistarif ausfällt.

Die Anpassung der beiden Bemessungsgrenzen erfolgt jährlich auf Vorschlag der Bundesregierung. Basis ist stets die Entwicklung der durchschnittlichen Bruttolöhne der abhängig Beschäftigten.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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