Gibt es eine Bemessungsgrenze für die private Krankenversicherung?

In der privaten Krankenversicherung (PKV) gibt es keine Bemessungsgrenze wie bei gesetzlichen Krankenkassen. Die Höhe der Beiträge wird nicht am Einkommen des Versicherten festgemacht, sondern an individuellen Faktoren wie Alter und Gesundheitszustand. Die Beitragsbemessungsgrenze gilt lediglich für die Beitragshöhe im Basistarif.

Gesetzlich Versicherte zahlen einen einkommensabhängigen Beitrag für die Krankenversicherung. Maximal müssen sie Beiträge bis zur Beitragsbemessungsgrundlage entrichten. Im Gegensatz dazu hat die BBG in der privaten Krankenversicherung keine Auswirkung auf die Prämienhöhe. Versicherte werden an Hand des Alters, des versicherten Leistungsumfangs und des Gesundheitszustands beurteilt. Die Prämie richtet sich also nach individuellen Faktoren.

Wer z.B. aufgrund einer chronischen Erkrankung ein höheres Krankheitsrisiko aufweist, wird in der PKV teurer eingestuft als eine Person ohne Vorerkrankung. Dies gilt gleichermaßen für ältere Antragsteller, die von der gesetzlichen in die Privatkasse wechseln möchten. Das Geschlecht darf seit Ende 2012 übrigens nicht mehr als Unterscheidungskriterium herangezogen werden. Frauen und Männer zahlen bei sonst gleichen Voraussetzungen seitdem identische Beiträge. Dies gilt jedoch nur für Neuabschlüsse.

Die Bemessungsgrenze wirkt sich nur in einem Fall auf die private Krankenversicherung aus, nämlich bei der Beitragshöhe für den Basistarif. Für diesen "Sozialtarif" gilt ein gesetzlich fixierter Höchstbeitrag, der sich nach dem Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen richtet.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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