Wie lange leistet die private Krankenversicherung im Ausland?

Informationen zur Reiseversicherung

Wer beruflich oder privat im Ausland unterwegs ist, benötigt eine Versicherung im Krankheitsfall. Die private Krankenversicherung leistet dabei in Europa und allen anderen Ländern der Welt. Was man bei der Reisekrankenversicherung beachten sollte, zeigen Ihnen die nachfolgenden Informationen.

Die private Krankenversicherung leistet im Ausland

Für Versicherte einer privaten Krankenversicherung sehen die Musterbedingungen grundsätzlich folgende Erstattungen vor:

  • Im europäischen Ausland besteht grundsätzlich uneingeschränkter Schutz.
  • Im außereuropäischen Ausland leistet die PKV für einen Aufenthalt von einem Monat.

Dies bedeutet, dass bei Reisen in Länder der Europäischen Union und andere Staaten des Kontinents ein uneingeschränkter Versicherungsschutz besteht. Fristen sind für den Erhalt von Leistungen nicht zu beachten. Der PKV-Versicherte genießt den gleichen Versicherungsschutz wie im Inland.

Allerdings gilt, dass der Aufenthalt im Ausland nur vorübergehender Natur sein darf. Wer also seinen Wohnsitz oder seinen Arbeitsplatz dauerhaft aus Deutschland ins Ausland verlegt, sollte mit seiner privaten Krankenversicherung besprechen, ob die Leistungen auch weiterhin gewährt werden. Meist wird der Vertrag unverändert fortgeführt. Allerdings kann der Versicherer ebenso einen Beitragszuschlag verlangen.

Bei Reisen in Ländern außerhalb Europas sieht die Erstattung der privaten Krankenversicherung anders aus. In diesem Fall leistet der private Anbieter lediglich für einen Monat für Krankheitsfälle und Folgen. Wer jedoch nach Ablauf dieser Frist weiter behandelt werden muss und aus gesundheitlichen Gründen nicht per Rücktransport nach Deutschland gebracht werden kann, erhält von der PKV weiterhin die Behandlungen bezahlt.

Unterschiede in der Reisekrankenversicherung

Bei der sogenannten Weltgeltung, also dem weltweiten Schutz, gibt es bei den privaten Krankenversicherungen erhebliche Unterschiede. Ein Teil der Versicherer wendet die Vorgaben der Musterbedingungen an und leistet für genau einen Monat.

Andere PKV-Unternehmen leisten hingegen laut Bedingungen für 3 Monate, einige sogar unbegrenzt. Allerdings sollte man bei längeren Auslandsreisen bereits im Vorfeld abklären, ob der private Versicherer leistet und ob ein Beitragszuschlag zu entrichten ist.

Meist lässt sich Reisekrankenschutz auch über eine separate Auslandskrankenversicherung absichern. In diesem Fall ist stets die Notfallbehandlung vor Ort sowie der Auslandsrücktransport versichert. Zusätzlicher Vorteil für PKV-Kunden: Wer Leistungen aus der Auslandskrankenversicherung in Anspruch nimmt, erhält trotzdem die Beitragsrückerstattung aus der privaten Krankenversicherung.

Arbeitsaufenthalte im Ausland werden von der PKV versichert

Oftmals werden Berufstätige von ihrem Arbeitgeber ins Ausland versandt. Sogleich stellt sich die Frage, ob der private Krankenversicherungsvertrag fortgeführt werden kann. Grundsätzlich gelten bei Entsendung die Bedingungen des Gastlandes. Wenn z.B. eine allgemeine Versicherungspflicht im Entsendeland gilt, muss eine Krankenversicherung vor Ort abgeschlossen werden.

Meistens hat man als Versicherungsnehmer im Gastland die Wahl zwischen einer örtlichen Versicherung und der deutschen PKV hat. In diesem Fall sollte man die Bedingungen für die Fortführung des Vertrages mit seiner Versicherung klären. Mit einer Sondervereinbarung kann der Vertrag im Regelfall auch im außereuropäischen Ausland fortgeführt werden. Im Regelfall wird ein Beitragszuschlag vereinbart, der bei Rückkehr wieder erlischt.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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