Welche Aufgaben hat der PKV-Verband?

Verband bündelt Mitgliederinteressen

Über den PKV-Verband werden die Interessen aller Mitgliedsunternehmen vertreten. Fachliche Beratungen und eine Stellungsnahme bei Gesetzgebungsverfahren gehören dazu.

Der PKV-Verband: zentrale Anlaufstelle für Mitgliedsunternehmen

Der PKV-Verband mit Sitz in Köln, vertritt als Verband privater Versicherungsunternehmen Mitgliedsinteressen, gibt Stellungsnahmen für Gesetzgebungsverfahren ab und übernimmt auch eine umfassende Beratung in allen fachlichen Fragen. Gegründet wurde der Verband, der die Interessen der privaten Kranken- und Pflegeversicherung vertritt, bereits im Jahr 1946. Unter dem Vorsitz von Reinhold Schulte und seinem Stellvertreter, Dr. Josef Beutelmann, bezieht der Verband auch Stellung zu ordnungs- und sozialpolitischen Fragen und ist, falls erforderlich, auch bei parlamentarischen Anhörungen vertreten, um die individuellen Positionen der privaten Versicherungswirtschaft auf nationaler wie auch internationaler Ebene einzubringen.

Darüber hinaus übernimmt der PKV-Verband die angeschlossenen Mitgliedsunternehmen bei grundsätzlichen Fragen im Bereich Tarifgestaltung wie beispielsweise beim Einführen des Basistarifs. Zu den Voraussetzungen, Mitglied beim Kölner Verband zu werden ist, dass ein Versicherungsunternehmen seinen Geschäftsbetrieb in Deutschland unterhält und durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin genannt, oder eine vergleichbare Landesaufsichtsbehörde zugelassen ist.

PKV-Verband sorgt als Interessenvertretung für Rechtssicherheit

43 ordentliche Mitglieder, zu denen 19 Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und 24 Aktiengesellschaften gehören, gehören wie fünf außerordentliche Mitglieder zum PKV-Verband, die alle zusammen den Versicherungsmarkt der privaten Krankenvollversicherung wie der privaten Zusatzversicherungen abdecken. Die jährlichen Beitragseinnahmen, die bei rund 33 Milliarden Euro liegen, werden von neun Millionen Versicherungsnehmern mit Krankenvollversicherung, etwa zehn Millionen Versicherten mit einer privaten Pflegeversicherung und rund 21 Millionen Versicherten mit Zusatzpolicen geleistet.

Der PKV-Verband gilt als Dachorganisation der privaten Versicherungswirtschaft und vertritt die Interessen aller privatrechtlich organisierten Krankenversicherungsunternehmen, die eine umfassende Absicherung gegen Kosten im Krankheitsfall anbieten. Zu den zentralen Positionen des Verbandes gehört es, die Finanzierbarkeit von Gesundheitskosten zu gewährleisten und dies unter Berücksichtigung des medizinisch-technischen Fortschritts und des demografischen Wandels in der Bevölkerungsstruktur. Davon ausgehend, dass nur eine starke private Krankenversicherung die Qualität und Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems aufrecht erhalten kann, bezieht der Verband kontinuierlich Stellung zu allen Fragen der Pflege- und Gesundheitspolitik.

PKV-Verband: Positionen werden definiert

Der PKV-Verband bündelt die Interessen aller Mitglieder und bezieht auch in öffentlichen Diskussionen Stellung für den künftigen Fortbestand der privaten Krankenversicherungswirtschaft. Zu den Grundüberzeugungen des Verbandes gehört, dass eine freie Klinik- und Arztwahl, im Gegensatz zum Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenversicherung, zur eigenverantwortlichen Gesundheitsversorgung gehört. Der Verband sieht die PKV innerhalb des deutschen Gesundheitssystems als bedeutende Säule, die als Garant für bezahlbare Gesundheitskosten künftige Herausforderungen erfüllen kann, weil nur privat kapitalgedeckte Leistungen gesichert sind.

Insbesondere der PKV-Verband als Interessenvertreter und Sprachrohr seiner Mitglieder hält den Anspruch, federführend für innovative Entwicklungen im Bereich Gesundheitsversorgung zu sein. Das spezielle Kalkulationsmodell privater Krankenversicherer gewährleistet eine eigenverantwortliche Vorsorge durch die Versicherungsnehmer, um die nachwachsende Generation finanziell zu entlasten. Der Verband bezieht auch bei öffentlichen Diskussionen klare Positionen zu den Altersrückstellungen und den damit verbundenen Beiträgen, die oft im Mittelpunkt kritischer Betrachtungen stehen, und bringt sich auch bei politischen Beratungen in Stellung.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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