Was passiert, wenn ich als PKV-Versicherter arbeitslos werde?

Die Arbeitslosigkeit löst die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung aus. Der PKV-Vertrag kann während dieser Zeit beitragsfrei ruhen. Mit der Arbeitslosigkeit ist also die Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse möglich. Dies gilt jedoch nicht für Versicherte über 55. Sie müssen in der PKV bleiben.

Sinnvoll ist jedoch, für den Zeitraum der Arbeitslosigkeit eine Anwartschaft zu vereinbaren. Damit bleiben die Rechte des Vertrages erhalten.

Es wird unterschieden zwischen:

  • Kleine Anwartschaft: Der Gesundheitszustand wird "eingefroren", d.h. der Versicherte kann seinen Vertrag ohne erneute Gesundheitsprüfung zum dann erreichten Alter fortführen.
  • Große Anwartschaft: Gesundheitszustand und Alter werden "eingefroren", d.h. der Versicherte kann den Vertrag zu den ursprünglichen Konditionen weiterführen.

Bei Eintritt der Arbeitslosigkeit hat der PKV-Kunde die Möglichkeit, sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen. Dazu muss in den letzten fünf Jahren vor dem Erhalt von Arbeitslosengeld keine gesetzliche Krankenversicherung bestanden haben. Der Befreiungsantrag muss innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht bei der zuständigen gesetzlichen Krankenkasse gestellt werden.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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