Welche Kündigungsfristen gelten beim Wechsel in die private Krankenversicherung?

Bevor die Versicherung in der privaten Krankenversicherung (PKV) starten kann, muss eine festgelegte Kündigungsfrist eingehalten werden. Freiwillig gesetzlich Versicherte können ihren Vertrag mit Wirkung zum Ende des übernächsten Monats kündigen. Wer z. B. am 15.07. seine Mitgliedschaft in der GKV kündigt, kann zum 1.10. Versicherter der PKV werden.

Eine Ausnahme gilt für den Personenkreis, der erstmalig wegen Überschreitens der Versicherungspflichtgrenze versicherungsfreies Mitglied in der GKV wird. In diesem Fall gilt ein Sonderkündigungsrecht zum Jahresende, ab dem die Gehaltsgrenze überschritten wird. Zusätzlich besteht das Kündigungsrecht noch die ersten 14 Tage im neuen Jahr rückwirkend zum 31.12. des alten Jahres.

Berufsanfänger können mit Beginn des Beschäftigungsverhältnisses der Privaten beitreten, sofern das Gehalt die Entgeltgrenze übersteigt.

Der Wechsel in die PKV wird jedoch nur wirksam, wenn der gesetzlichen Krankenkasse einen Monat nach Kündigung der Nachweis über das Bestehen der PKV nachgewiesen wird. Andernfalls ist die Kündigung unwirksam. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht.

Für gesetzlich Krankenversicherte in einem Wahltarif gilt eine besondere Kündigungsfrist. Die Bindungsfrist beträgt ein Jahr, so dass ein Wechsel in die PKV möglicherweise erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich ist. Für Wahltarife mit Selbstbehalt und Krankentagegeld gilt sogar eine dreijährige Bindungsfrist.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

Weitere Fragen und Antworten