Gibt es beim Basistarif der PKV Zuschläge für Vorerkrankungen?

Beim Basistarif der PKV handelt es sich um einen brancheneinheitlichen Tarif, der Leistungen auf Basis der gesetzlichen Krankenkassen anbietet. Der Leistungsumfang ist durch den Gesetzgeber vorgeschrieben. Wer die Voraussetzungen zur Aufnahme in diesen Tarif erfüllt, muss ohne Zuschlag aufgenommen werden.

Normalerweise verlangen PKV-Unternehmen von Antragstellern einen höheren Beitrag, wenn der Betroffene gesundheitliche Beschwerden, z.B. Asthma oder Wirbelsäulenbeschwerden, vorweist. Der Risikozuschlag wird im Rahmen der sogenannten Gesundheitsprüfung bei Antragstellung ermittelt. Für den Basistarif dürfen die Privatversicherer jedoch keinen Risikozuschlag verhängen. Dies ist gesetzlich ausgeschlossen. Damit kann sich jeder Anspruchsberechtigte bei einem PKV-Unternehmen seiner Wahl im Basistarif versichern.

Trotzdem wird eine Gesundheitsprüfung durchgeführt. Falls der Versicherte zu einem späteren Zeitpunkt in einen Normaltarif der Gesellschaft wechseln möchte, kann so ein möglicher Zuschlag ermittelt werden. Außerdem dient der festgestellte Gesundheitszustand der Ermittlung des Poolausgleichs der privaten Versicherer untereinander.

Eine Ablehnung aus gesundheitlichen Gründen ist damit beim Basistarif anders als bei den Normaltarifen in der PKV nicht möglich. Mit dem Basistarif wurde die gesetzlich verankerte Krankenversicherungspflicht auch auf die private Krankenversicherung ausgedehnt.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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