Wann und wie wird der Beitrag in der PKV angepasst?

Die Beitragskalkulation und -anpassung ist in der privaten Krankenversicherung (PKV) in der Kalkulationsverordnung geregelt. Für jeden Tarif vergleicht der Versicherer einmal im Jahr die tatsächlich erforderlichen Beiträge mit den kalkulierten Kosten. Innerhalb eines Tarifs wird differenziert zwischen Geschlecht und Eintrittsalter. Stellt sich heraus, dass die Ausgaben stärker gestiegen sind als dies kalkuliert wurde, ist eine Beitragsanpassung erforderlich.

Kein privater Krankenversicherer kann die Beitragserhöhung ohne Zustimmung eines unabhängigen Treuhänders vornehmen. Der Sachverständige prüft, ob die vom Versicherer vorgelegten Neugeschäftsprämien mit den geltenden Vorschriften übereinstimmen. Dazu legt der Versicherer dem Treuhänder sämtliche Informationen zur Beitragskalkulation (z.B. Rechnungsgrundlagen) vor. Daraus lässt sich erkennen, wie das PKV-Unternehmen die Prämien kalkuliert hat und welche Altersrückstellungen vorgesehen sind.

Bei den meisten Versicherern erfolgt eine Beitragsanpassung mit Wirkung zum Januar. Dazu erhalten die Versicherten eine Mitteilung über die neuen Beiträge bis spätestens Ende November des Vorjahres. Bei einer Beitragserhöhung besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht durch den Kunden. Dieses kann innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Erhöhungsschreibens ausgeübt werden.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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