Warum steigen die Beiträge in der PKV trotz Altersrückstellungen an?

Die privaten Krankenversicherer (PKV) bilden für jeden Versicherten eine Altersrückstellung. Damit wird die höhere Inanspruchnahme von Ärzten im Alter berücksichtigt. Was sich jedoch nicht vorhersehen und daher auch nicht erfassen lässt, ist der medizinische Fortschritt. Neue Arzneimittel, neue Diagnose- und Behandlungsmethoden sorgen für enormen Kostendruck. Hinzu kommen Lohn- und Gehaltserhöhungen der Beschäftigten im Gesundheitswesen. Auch die Ärzte und Zahnärzte verlangen höhere Abrechnungssätze für ihre Leistungen.

All diese Faktoren lassen sich bei Vertragsabschluss für die nächsten zehn bis 20 Jahre nicht kalkulieren. Zudem genießen Privatversicherte einen vertragsrechtlich garantierten Anspruch auf die Versicherungsleistungen. Im Krankheitsfall erfolgt die beste medizinische Versorgung. PKV-Kunden erhalten z.B. bei Arzneimitteln in die Regel die teureren Originalpräparate. Der medizinische Fortschritt ist in der PKV mitversichert.

Gleichzeitig lässt sich nicht vorhersagen, wie die Verzinsung der Kapitalanlagen künftig ausfallen wird. Bei einem Rückgang der Zinsergebnisse stehen geringere Finanzmittel für die Abmilderung von Beitragserhöhungen zur Verfügung.

Trotzdem genießen Privatversicherte eine höhere Sicherheit als GKV-Versicherte. Zum einem sind die Leistungen vertraglich garantiert, zum anderen wird mit den Altersrückstellungen eine Zukunftsvorsorge gebildet.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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