Was kostet der Basistarif in der PKV?

Da der Basistarif der privaten Krankenversicherung (PKV) eine gesetzliche Schutzfunktion erfüllt, ist der Höchstbeitrag beschränkt. Zunächst einmal ist der Beitrag vom Alter und Geschlecht des Versicherten abhängig. Der Gesundheitszustand wird bei der Berechnung des Beitrags nicht herangezogen. Nach oben ist der Beitrag jedoch begrenzt, und zwar auf den Höchstbeitrag für die gesetzlichen Krankenkassen. Er ergibt sich aus dem allgemeinen Beitragssatz für die GKV und der jeweils aktuellen Beitragsbemessungsgrenze.

Für 2018 liegt der maximale Beitrag bei 690,30 EUR. Dazu kommen noch die Kosten für die private Pflegepflichtversicherung. Bei den meisten privaten Krankenversicherern ist der Höchstbeitrag bereits für Versicherte ab 25 Jahren zu zahlen. Dies hängt damit zusammen, dass Risikozuschläge ausgeschlossen sind. Die dadurch entstehende Finanzierungslücke muss von allen Versicherten im Basistarif getragen werden. Bei den PKV-Unternehmen kann es Unterschiede geben, ab wann der Höchstbeitrag erreicht wird. Dies hängt von der Struktur der Versicherten und den Vorerkrankungen ab.

Wenn durch den Beitrag zum Basistarif Hilfebedürftigkeit entsteht, wird der zu zahlende Beitrag halbiert. Wenn auch dies die finanziellen Möglichkeiten des Versicherten übersteigt, beteiligt sich die Bundesagentur für Arbeit oder das Sozialamt an den Kosten. Wenn unabhängig von der Höhe des zu zahlen Beitrags bereits Hilfebedürftigkeit besteht, wird der PKV-Beitrag für den Basistarif um die Hälfte reduziert. Der Betroffene erhält vom Sozialleistungsträger einen Beitragszuschuss, der für ALG-II-Empfänger in der GKV anfällt. Die Hilfebedürftigkeit wird vom Träger geprüft und bescheinigt. Diese Bescheinigung muss der PKV vorgelegt werden. Seit einem Urteil des Bundessozialgerichts vom Januar 2011 müssen die Jobcenter den vollen Beitrag für den PKV-Basistarif für Hartz IV-Empfänger übernehmen.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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