Was zahlen Studenten für die private Krankenversicherung?

Studenten-PKV mit Einheitsbeiträgen

In der privaten Krankenversicherung (PKV) gibt es für Studenten spezielle Tarife. Die Beiträge liegen deutlich unterhalb der Normaltarife. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann in den Studenten-PKV-Tarif wechseln.

Versicherungsbeiträge für Studenten in der PKV

Studenten haben in der privaten Krankenversicherung (PKV) die Wahl. Sie können sich entweder in den Normaltarifen oder im speziellen Studententarif versichern. Der Unterschied liegt im Beitrag. Bei der Kalkulation werden im Normaltarif die Altersrückstellungen berücksichtigt. Damit werden die höheren Gesundheitskosten bereits in jungen Jahren erfasst. Da der Rückstellungsbetrag bis zu 25 Prozent der Gesamtprämie ausmachen kann, ist der Beitrag für den Normaltarif deutlich höher als für den Studenten-Tarif.

Beim Normaltarif spielen für die Beitragsermittlung folgende Faktoren eine Rolle:

  • Alter,
  • Gesundheitszustand und
  • Tarif.

Beim Studententarif werden die Beiträge dagegen geschlechtsunabhängig und für alle PKV-Unternehmen einheitlich kalkuliert. Allein bei den unternehmensindividuellen Kostenzuschlägen besteht ein Unterschied zwischen den Versicherern. Seit April 2011 gelten folgende Beiträge im PKV-Tarif für Studenten:

  • 87,30 EUR bis zum Alter von 24 Jahren,
  • 104,40 EUR bis zum Alter von 29 Jahren,
  • 110,50 EUR ab 30. bis 34. Lebensjahr.

Für Kinder von Versicherten im Studententarif fallen einheitlich 64,80 Euro im Monat an. Eine Wartezeit gilt für den Studententarif nicht.

Wie lange gilt der Studentenbeitrag in der PKV?

Studenten, die sich von der Krankenversicherungspflicht befreien lassen oder aus der gesetzlichen Krankenversicherung ausscheiden, können bis zum 34. Lebensjahr nach dem verbandseinheitlichen Studenten-Tarif versichert werden. Einige Unternehmen bieten die vergünstigten Konditionen nur bei einem Abschluss bis zum 30. Lebensjahr an. Als Ausweg stehen die Normaltarife, der Basistarif oder andere preisgünstige Elementartarife zur Verfügung. Die Beitragskalkulation in den Normaltarifen erfolgt nach den branchenüblichen versicherungsmathematischen Verfahren.

Der einheitliche Studententarif PSKV wird derzeit von folgenden Versicherern angeboten:

Tipp: Durch eine Selbstbeteiligung lässt sich der monatliche Beitrag sogar noch reduzieren. In diesem Fall müssen Arztrechnungen bis zu einem vorab festgelegten Betrag (z.B. 300 Euro pro Jahr) selbst übernommen werden. Wer bei seiner Versicherung keine Rechnung einreicht, erhält in der PKV meist eine Beitragsrückerstattung. So wird gesundheitsbewusstes Verhalten finanziell belohnt.

BAföG-Empfängern zahlt das Amt für Ausbildungsförderung auf Antrag einen Zuschuss zu ihrem Krankenversicherungsbeitrag. Die genaue Höhe erfragen Sie bitte bei der zuständigen Stelle.

Beiträge für Studenten-PKV: Private Pflegeversicherung

Für die Pflegeversicherung gilt der Grundsatz "Pflege- folgt der Krankenversicherung. Wer in der Studenten-PKV versichert ist, muss sich daher bei einem privaten Unternehmen pflegeversichern. Bis zum 25. Lebensjahr besteht eine beitragsfreie Versicherung in der privaten Pflegeversicherung, sofern ein Elternteil einen privaten Pflegeschutz vorweisen kann. Danach liegt der Monatsbeitrag bis zum 34. Lebensjahr bei 16,80 Euro.

BAföG-Empfänger erhalten einen Zuschuss vom Amt für Ausbildungsförderung, der derzeit 8 Euro im Monat beträgt.

Vergleich zur privaten Krankenversicherung

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