Wann besteht ein Anspruch auf Waisenrente?

Halb- und Vollwaisenrenten zählen zu den Hinterbliebenenrenten. Sie sind ein Unterhaltsersatz aus der Versicherung eines verstorbenen Elternteils (Halbwaisenrente) oder beider Elternteile (Vollwaisenrente). Ein Anspruch auf Waisenrente kann auch nach dem Tod eines Stiefeltern- oder Pflegeelternteils bestehen, wenn das Kind in seinem Haushalt gelebt hat oder von ihm überwiegend unterhalten worden ist.

Waisenrenten werden grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres eines Kindes gezahlt. Wenn sich die Waise noch in ein er Schul- oder Berufsausbildung befindet, ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr leistet oder wegen einer Behinderung nicht imstande ist, sich selbst zu unterhalten, kann eine Waisenrente längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres gezahlt werden. Das gilt auch während einer Übergangs zeit von höchstens vier Kalendermonaten zwischen zwei Abschnitten (zum Beispiel Ausbildung und Wehr- oder Zivildienst). 

Wird eine Schul- oder Berufsausbildung durch die Ableistung des Bundesfreiwilligendienstes unterbrochen oder aufgeschoben, verlängert sich der Anspruch entsprechend über das 27. Lebensjahr hinaus. Eigenes Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen einer Waise werden auf die Waisenrente angerechnet. Vermögenseinkünfte werden hingegen nur bei Waisen berücksichtigt, die nach dem 31. Dezember 2001 geboren sind.

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