Wie sieht die gesetzliche Versorgung bei Erwerbsminderung für Existenzgründer aus?

Existenzgründer verfügen über einen Schutz bei Erwerbsminderung, wenn sie in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. In den meisten Fällen besteht für Selbständige Versicherungsfreiheit in der Rentenkasse. Ein private Berufsunfähigkeitsversicherung ist zur Absicherung der Arbeitskraft daher existenziell.

Als Existenzgründer sollte man bei den Versicherungen vor allem auf die Absicherung der existenzbedrohenden Risiken achten. Neben der Haftpflicht und der Krankenversicherung zählt dazu auch die Berufsunfähigkeitsversicherung. Da selbständige Existenzgründer in der Regel von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenkasse befreit sind, besteht kein gesetzlicher Schutz bei Erwerbsminderung. Wer sich aus einer Arbeitnehmertätigkeit selbständig macht, hat längstens für zwei Jahre Anspruch auf Leistungen bei Erwerbsminderung.

Doch selbst wenn freiwillig Beiträge an den gesetzlichen Rententräger abgeführt werden, ist der Schutz durch die Erwerbsminderungsrente zu gering, um den bisherigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Bei voller Erwerbsminderung liegt die staatliche Rente bei ca. 30 Prozent des Bruttoeinkommens, bei teilweiser Erwerbsminderung bei lediglich 15 Prozent. Die Rente muss zudem versteuert werden. Damit ergibt sich für einen Existenzgründer bei Arbeitsunfähigkeit eine Versorgungslücke.

Diese lässt sich nur mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung schließen. Hierbei kann die versicherte BU-Rente so gewählt werden, dass die monatlichen Fixkosten abgedeckt sind. Zahlreiche Unternehmen bieten spezielle Berufsunfähigkeitsversicherungen für Existenzgründer an. Der Vorteil: Zum Einstieg wird der BU-Schutz zu besonders günstigen Konditionen angeboten. Idealerweise wächst der Versicherungsschutz mit steigendem Einkommen ohne erneute Gesundheitsprüfung.

     

     

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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