Wie wird die Berufsunfähigkeitsrente steuerlich behandelt?

Die Berufsunfähigkeitsrente muss versteuert werden. Grundlage bilden die Einkommensteuertabellen für Ledige und Ehepaare. Die Steuerhöhe hängt auch davon ab, ob es sich um eine selbständige BU-Versicherung oder einen Kombi-Vertrag mit Basis-Rente handelt. Erfahren Sie, wie die Berufsunfähigkeitsrente steuerlich behandelt wird. 

Wer sich für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, muss berücksichtigen, dass die versicherte BU-Rente versteuert werden muss. Damit verringert sich die Absicherung. Renten aus einer BU-Versicherung, die als eine sogenannte Zeitrente nur für einen befristeten Zeitraum gezahlt werden, müssen als zeitlich begrenzte Leibrente mit dem Ertragsanteil (§ 55 Abs. 2 EStDV) versteuert werden. Welcher Anteil letztlich versteuert werden muss, hängt davon ab, wie lange die BU-Rente zum Zeitpunkt des Rentenbeginns noch gezahlt wird. Grundsätzlich gilt, dass eine längere Leistungsdauer einen höheren Besteuerungsanteil nach sich zieht. 

Beispiel 1: Wer mit 45 Jahren berufsunfähig wird und eine selbständige BU-Versicherung bis zum 65. Lebensjahr abgeschlossen hat, kann 79 Prozent der BU-Rente steuerfrei vereinnahmen und muss 21 Prozent versteuern. Bei einer versicherten Rente von 1.500 Euro sind also lediglich 315 Euro mit dem individuellen Steuersatz steuerpflichtig. Unter Beachtung des Grundfreibetrags ist also ein Großteil der BU-Rente steuerfrei. 

Beispiel 2: Wenn im 50. Lebensjahr ein BU-Fall eintritt und eine Rentenlaufzeit bis zum 65. Lebensjahr vereinbart wurde, ist die verbleibende Restlaufzeit 15 Jahre. Der Ertragsanteil beträgt dann 16%, d.h. dieser Anteil der Rente wird der Steuer unterworfen.

Beispiel 3: Wenn ein Kombivertrag aus Basis-Rente mit Berufsunfähigkeitszusatzversicherung besteht, gelten andere steuerliche Regelungen. Der steuerpflichtige Anteil richtet sich nach dem Jahr des Rentenbeginns. So liegt der Besteuerungsanteil im Jahr 2012 bei 64 Prozent, im Jahr 2020 bereits bei 80 Prozent und ab 2040 bei 100 Prozent. Der steuerfreie Betrag wird festgeschrieben. 

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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