Wer entscheidet, ob ich eine BU-Rente bekomme?

Bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet der Versicherer, ob und in welcher Höhe eine BU-Rente gezahlt wird. Bei der Entscheidung werden medizinische Gutachten und die Angaben des Versicherungsnehmers zu seiner beruflichen Tätigkeit herangezogen. Nach Vorlage aller Unterlagen erhalten Versicherte innerhalb von zwei bis vier Wochen eine verbindliche Auskunft zum Stand der Leistungsbearbeitung.

Jeder BU-Versicherer verfügt über eine eigene Leistungsabteilung, die über die Auszahlung der BU-Rente entscheidet. Dazu werden eigene Versicherungsmediziner zur Beurteilung herangezogen, die in der Regel über eine medizinische Ausbildung verfügen. Nach Vorlage aller entscheidungsrelevanten Unterlagen erhält der Versicherungsnehmer innerhalb von zwei bis vier Wochen die Mitteilung, ob und in welcher Höhe die BU-Rente gezahlt wird.

Für die Beurteilung der Berufsunfähigkeit werden aktuelle ärztliche Atteste des behandelnden Arztes sowie die Angaben des Versicherungsnehmers zur beruflichen Tätigkeit herangezogen. Das ärztliche Attest muss neben den Angaben zur Erkrankung auch eine Feststellung zum Leistungsvermögen gemessen an der zuletzt ausgeübten Tätigkeit vornehmen. Erst wenn der aktuelle Beruf zu mindestens 50 Prozent für sechs Monate und länger nicht mehr ausgeübt werden kann, liegt Berufsunfähigkeit vor. 

Wenn berechtigte Zweifel an dem ärztlichen Attest bestehen, kann der Versicherer ein zweites Gutachten eines anderen Mediziners verlangen. Grundsätzlich besteht jedoch freie Arztwahl, d.h. der Versicherte kann sich den geeigneten Facharzt selbst aussuchen. 

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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