Welche Erkrankungen führen zu Berufsunfähigkeit?

Die Erkrankungen, die zu Berufsunfähigkeit führen, haben sich in den letzten Jahrzehnten massiv verändert. Traten in den 1960er Jahren BU-Fälle vor allem aufgrund körperlicher Gebrechen ein, so befinden sich heutzutage psychische Erkrankungen an der Spitze der Ursachen für Berufsunfähigkeit. Auch Beschwerden am Bewegungsapparat und Herz-Kreislauferkrankungen sorgen für zahlreiche BU-Fälle.

Fast jeder vierte Berufstätige muss seinen Job aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig niederlegen. Um im Krankheitsfall optimal abgesichert zu sein, ist daher eine Berufsunfähigkeitsversicherung erforderlich. Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die aktuell ausgeübte Beschäftigung zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausgeübt werden kann. Die Erkrankungen, die zur Berufsunfähigkeit führen, sind vielschichtig. Einen Aufschluss über Erkrankungen liefert die Deutsche Rentenversicherung zu den gesetzlichen Erwerbsminderungsrenten. Insgesamt wurden im Jahr 2009 rund 171.000 Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit neu bewilligt. 

Folgende Krankheitsbilder führten im Jahr 2009 am häufigsten zu einer längeren Arbeitsunfähigkeit:

  • Psychische Störungen: 37,7%
  • Orthopädische Erkrankungen: 15,3%
  • Krebserkrankungen: 13,7%
  • Herz-Kreislauf: 10,1%
  • Nerven: 6,2%
  • Stoffwechsel: 4,1%
  • Sonstige: 12,9%

Der Anteil der Erwerbsminderungsrenten aufgrund psychischer Leiden hat sich nach den Zahlen des Rententrägers seit 1993 mehr als verdoppelt. Insgesamt mussten im Jahr 2009 64.500 Personen wegen seelischer Leiden vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden. Bei den privaten BU-Versicherern sehen die Zahlen ähnlich aus. 

Damit ist aber auch klar: Nur eine private Berufsunfähigkeitsversicherung bietet einen umfassenden Schutz bei Arbeitsunfähigkeit. Denn mehr als jeder zweite Rentenantrag bei der gesetzlichen Rentenkasse wird abgelehnt.

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Weitere Fragen und Antworten