Was ist Berufsunfähigkeit?

Die Berufsunfähigkeit ist in den Versicherungsbedingungen geregelt. Dabei handelt es sich um Definitionen der privaten Versicherungswirtschaft, da der Begriff Berufsunfähigkeit in der gesetzlichen Rente für ab 1961 Geborene nicht mehr existiert. Berufsunfähig ist, wer seinen bisherigen Beruf für einen Zeitraum von sechs Monaten und mehr nicht mehr ausüben kann. 

Die Berufsunfähigkeit ist durch ärztliches Attest nachzuweisen. Keine Rolle spielt, welche Ursache zum BU-Fall führt. Eine Berufsunfähigkeit kann durch einen Unfall, eine Krankheit, Körperverletzung oder altersbedingten Kräfteverfall entstehen. Der Versicherer prüft, ob im zuletzt ausgeübten Beruf zu weniger als 50 Prozent gearbeitet werden kann. Wer also im gesunden Zustand 8 Stunden täglich gearbeitet hat, erhält eine BU-Rente, wenn die Tätigkeit dauerhaft nur noch 4 Stunden und weniger pro Tag ausgeübt werden kann.

Bei der Berufsunfähigkeit handelt es sich um einen dauerhaften Zustand, bei dem fraglich ist, ob eine Besserung eintritt. Damit unterscheidet sie sich von der Arbeitsunfähigkeit, die vorübergehender Natur ist. Bei der Erwerbsunfähigkeit liegt eine vollständige Unfähigkeit zu jedweder beruflichen Tätigkeit vor. Zu den Hauptursachen für Berufsunfähigkeit zählen Erkrankungen des Bewegungsapparates, Herz-/Kreislaufleiden und psychische Erkrankungen. 

Vor dem Abschluss einer BU-Versicherung sollte die Erklärung des Begriffes der Berufsunfähigkeit in den Versicherungsbedingungen analysiert werden. Nur bei verständlicher und eindeutiger Formulierung besteht die Gewissheit, dass der Versicherer im Krankheitsfall auch leistet.

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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