Wie erfolgt die Leistungsabwicklung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Leistungsabwicklung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung erfolgt, wenn Nachweise zur Arbeitsunfähigkeit vorliegen. Ein ärztliches Attest ist in jedem Fall erforderlich. Der Versicherer gibt sein Urteil nach Vorliegen aller Unterlagen ab.

Wer infolge Krankheit, Körperverletzung, Pflegebedürftigkeit oder altersbedingtem Kräfteverfall seinen Job nicht mehr ausüben kann, muss die Berufsunfähigkeitsrente beantragen. Für die Leistungsabwicklung sind ärztliche Nachweise erforderlich. Im Zweifel kann der Versicherer die Untersuchung bei zweiten Arzt verlangen. 

Das Vorliegen der Berufsunfähigkeit muss ärztlich attestiert werden. Erst wenn die Arbeitsfähigkeit für einen Zeitraum von sechs Monaten und mehr zu mindestens 50 Prozent eingeschränkt ist, muss der BU-Versicherer zahlen. Von daher muss das ärztliche Attest eine genaue Krankheitsbeschreibung enthalten und Ausführungen, warum die bisherige Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann. Der Versicherungsnehmer selbst muss den bisher ausgeführten Job umfassend beschreiben, also welche Tätigkeiten in welchem Umfang gemacht wurden. Nur wenn die bisherige Arbeitstätigkeit zu mindestens 50 Prozent für sechs Monate und mehr nicht ausgeübt werden kann, liegt Berufsunfähigkeit im Sinne der Versicherungsbedingungen vor.

Um im BU-Fall keine Meldefristen zu versäumen, sollten Krankschreibungen von mehr als acht Wochen vorsorglich der BU-Versicherung gemeldet werden. Auch wenn die meisten Gesellschaften selbst bei einem verspätet gemeldeten BU-Fall rückwirkend leisten, ist es sinnvoller, den Versicherer frühzeitig in Kenntnis zu setzen. Schließlich ist es die vertragliche Pflicht des Versicherungsnehmers, die Berufsunfähigkeit nachzuweisen. Wenn Zweifel an der Entscheidung des Versicherers aufkommen, kann der Versicherte den Ombudsmann einschalten oder muss den Klageweg beschreiten.

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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