Muss man der Berufsunfähigkeitsversicherung Vorerkrankungen mitteilen?

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung wird vor Vertragsbeginn der Gesundheitszustand überprüft. Im Rahmen der Risikoprüfung ist der Antragsteller verpflichtet, vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zu Vorerkrankungen vorzunehmen.

Dazu muss der Antragsteller Angaben zu Erkrankungen und gesundheitlichen Beschwerden vornehmen. Im Regelfall müssen Vorerkrankungen der letzten 3 bis 5 Jahre und bei stationären Behandlungen oder psychotherapeutischen Erkrankungen bis 10 Jahre mitgeteilt werden. 

Die Mitwirkungspflicht des Antragstellers ergibt sich aus § 19 Versicherungsvertragsgesetz. Demnach ist der Antragsteller zur Angabe aller vertrags- und risikorelevanten Informationen bis zur Antragsannahme verpflichtet. Kommt man dieser Pflicht nicht nach, spricht man von einer Anzeigepflichtverletzung mit der Folge, dass der Versicherer den Vertrag kündigen kann und keine Leistungen erbringen muss.

Falsche oder fehlende Aussagen können später dazu führen, dass im Falle der Berufsunfähigkeit der Versicherungsschutz reduziert oder sogar ganz verweigert wird. Daher sollte jede Gesundheitsfrage vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Wer sich bezüglich der genauen Formulierung unsicher ist, sollte einen Auszug der Krankenakte beim Hausarzt anfordern und diesen bei der Versicherung einreichen. 

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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