Kann man auf die Berufsunfähigkeitsversicherung verzichten?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt neben der Haftpflicht und Krankenversicherung zu den existenziellen Versicherung. Nur wer über eine großes Vermögen verfügt und finanziell ausgesorgt hat, muss seine Arbeitskraft nicht absichern. Der größte Teil der Beschäftigten wird jedoch auf das Arbeitseinkommen angewiesen sein. Es dient zur Zahlung von Miete, Lebenshaltung, Versicherungen und Reisen. 

Die staatlichen Leistungen bei Erwerbsminderung reichen bei weitem nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. So beträgt die volle Erwerbsminderungsrente lediglich knapp 30 Prozent des bisherigen Bruttoeinkommens. Zudem muss die gesetzliche Rente versteuert werden, so dass Netto noch weniger im Geldbeutel verbleibt. Zusätzlich kann der Staat die Zahlung der Rente verweigern, solange noch eine andere Tätigkeit für mindestens 6 Stunden am Tag ausgeübt werden kann. Wer bei lang andauernden Erkrankungen keine Versorgungslücke riskieren möchte, schließt daher eine BU-Versicherung ab. 

Dazu ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie verdienen jedes Jahr 40.000 Euro. Über einen Zeitraum von 25 Jahren ergibt sich eine Summe von 1 Millionen Euro! Wenn Sie zusätzlich noch Alleinverdiener in Ihrer Familie sind, ist die Bedeutung Ihres Einkommens noch viel höher! Auch wer über ein erspartes Vermögen verfügt, sollte das BU-Risiko absichern. Denn wie schnell sind 50.000 oder 100.000 Euro aufgezehrt, wenn das Arbeitseinkommen komplett entfällt.

Das Risiko von Berufsunfähigkeit hängt zudem stärkt vom ausgeübten Beruf ab. Bestimmte körperlich tätige Berufsgruppen weisen statistisch ein viel höheres Risiko auf als kaufmännische Berufe. Im Schnitt erreicht jeder vierte Arbeitnehmer nicht das reguläre Rentenalter. Daher gilt der BU-Schutz für jeden Berufstätigen als unverzichtbarer Basisschutz. 

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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