Was ist unter Freizeit-Risiken in der Berufsunfähigkeitsversicherung zu verstehen?

Bei der Antragstellung zur Berufsunfähigkeitsversicherung wird das individuelle Risiko geprüft. Dabei muss die zu versichernde Person auch Angaben zu den sogenannten Freizeit-Risiken vornehmen. Besonders gefährliche Sportarten führen zu einem Beitragszuschlag.

Eine Berufsunfähigkeit ist nicht immer die Folge eines Arbeitsunfalls, sondern kann auch durch einen Unfall während der Freizeit entstehen. Daher prüfen die Versicherungsgesellschaften vor dem Abschluss eines BU-Vertrags das individuelle Risiko durch Freizeitaktivitäten. In der Versicherungsprüfung ist von den sogenannten Freizeit-Risiken die Rede. Von Interesse sind stets die aktuell ausgeübten Hobbys, bei deren Ausführung eines erhöhtes Unfallrisiko besteht.

Grundsätzlich sind in der Berufsunfähigkeitsversicherung alle Arten von Freizeitsportarten ohne Beitragszuschlag mitversichert, also z.B. Fußball, Handball oder Joggen, sofern diese in Art und Umfang dem herkömmlichen Breitensport entsprechen. Nicht unter den Versicherungsschutz fallen also Profisportler aus der Bundesliga. Prämienaufschläge gelten für besonders gefährliche Sportarten, in denen das BU-Risiko erhöht ist. Dazu zählen z.B. Berg- oder Tauchsport. Extrem gefährliche Sportarten können nicht versichert werden. In diesem Fall kommt der Versicherungsschutz nicht zustande. Dazu zählen z.B. Kampfsportarten wie Boxen oder Kickboxen, Reitsport wie Military oder Galopprennen, extreme Motorsportarten und Sportarten mit hoher Unfallgefahr wie z.B. Rennrodeln, Höhlentauchen oder Bungeejumping.

Antragsteller sind übrigens verpflichtet, wahre Angaben zu ihren Hobbys vorzunehmen. Wird eine gefährliche Sportart verschwiegen, kann der Versicherer dies im BU-Fall als Anzeigepflichtverletzung werten und die Zahlung der Rente kürzen oder sogar verweigern.

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Weitere Fragen und Antworten