Welche Berufsgruppen gibt es in der Berufsunfähigkeitsversicherung?

In der Berufsunfähigkeitsversicherung erfolgt die Einteilung der beruflichen Tätigkeit in bestimmte Berufsgruppen. Damit wird berücksichtigt, dass jeder Beruf einen unterschiedlichen Gefährdungsgrad aufweist. Die Zuordnung zu den Berufsklassen erfolgt jeweils nach der aktuell ausgeübten Tätigkeit.

Das Berufsbild zählt zu den Einflussfaktoren auf den Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Entsprechend der Gefährdungsklasse, also der Wahrscheinlichkeit eines BU-Eintritts, erfolgt die Unterteilung in 5 Berufsgruppen. Für die Zugehörigkeit zu einer Berufsklasse ist der aktuell ausgeübte Beruf maßgeblich. Bei komplexen Berufsbildern müssen dem Versicherer bei Antragstellung die jeweiligen Tätigkeiten mit prozentualer Aufteilung beschrieben werden. Auf Arbeiten mit unterschiedlichen körperlichen Beanspruchungen müssen die jeweiligen Prozentsätze angegeben werden. 

In der Regel erfolgt die Einteilung der Berufs an Hand des folgendes Berufsgruppenschemas:

  • Berufsgruppe 1: Akademiker mit ausschließlicher Tätigkeit im Büro, z.B. Rechtsanwalt, Steuerberater, Diplom-Kaufmann.
  • Berufsgruppe 2: Kaufmännische und vergleichbare Berufe mit überwiegend sitzender oder Aufsichtführender Tätigkeit, z.B. Geschäftsführer, Arzthelfer.
  • Berufsgruppe 3: Berufe mit leichter körperlicher oder Außendiensttätigkeit, z.B. Außendienstmitarbeiter, Vertreter, Drucker.
  • Berufsgruppe 4: Handwerkliche und vergleichbare Berufe mit überwiegend körperlichen Tätigkeiten, z.B. Bauarbeiter, Installateur, Krankenpfleger.
  • Berufsgruppe 5: Berufe mit schwerer körperlicher Beanspruchung und/oder erhöhter Unfallgefährdung, z.B. Feuerwehrleute, Holzfäller, Müllwerker, Straßenbauarbeiter.

Inzwischen wurden die Berufsklassen von einigen Versicherungen erweitert. So wird für die Berufsgruppe 1 zusätzlich die Klasse 1+ und 1++ und für die Berufsgruppe 2 die Klasse 2+ eingeführt. Damit sollen die Besonderheiten der jeweiligen Berufsbilder berücksichtigt werden, so dass eine Beitragsdifferenzierung erfolgen kann. 

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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