Kann ein Hobby den Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung erhöhen?

Vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung müssen Angaben zu Beruf, Gesundheitszustand und risikoerheblichen Freizeitsportarten gemacht werden. Gefährliche Hobbys, die zu Verletzungen führen können bzw. bei denen das Risiko einer Berufsunfähigkeit erhöht ist, führen zu einem höheren Beitrag oder im Extremfall zur Ablehnung durch den Versicherer.

Zu den Risikosportarten zählen z.B. Kickboxen, Fallschirmspringen oder Höhlentauchen ohne Begleitung. Der Versicherer entscheidet im Einzelfall, ob die ausgeübte Sportart mit einem Beitragszuschlag versichert werden kann oder ob der beantragte Schutz nicht übernommen wird. Nicht zu den Risikosportarten zählen Fußball, Handball oder Skifahren. 

In jedem Fall ist es wichtig, den Versicherer vor Vertragsabschluss über die ausgeübten risikoerheblichen Hobbys wahrheitsgemäß zu informieren. Verschweigt man etwas, kann der Versicherer im BU-Fall die Rente kürzen oder in besonders schweren Fällen der Anzeigepflichtverletzung sogar ganz streichen. Generell müssen Antragsteller zu den von ihnen ausgeübten Risikosportarten einen umfangreichen Fragebogen beantworten. An Hand der Angaben beurteilt der BU-Versicherer, ob ein erhöhtes Berufsunfähigkeitsrisiko besteht oder nicht. Da ein Hobby dazu führen kann, dass die berufliche Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann, ist diese Art der Risikoprüfung zum Schutz der übrigen Versicherten verständlich. 

Wer Angaben zu risikoerheblichen Freizeitaktivitäten verschweigt, handelt fahrlässig und riskiert seinen Versicherungsschutz. Da es sich um eine Anzeigepflichtverletzung handelt, kann die BU-Versicherung im Krankheitsfall die BU-Rente kürzen oder sogar ganz verweigern. Daher sollte man lieber einen Beitragszuschlag hinnehmen oder einen Leistungsausschluss akzeptieren.

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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