Ist der Beruf ausschlaggebend für den Beitrag der BU-Versicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet einen finanziellen Schutz vor dem Verlust der Arbeitskraft. Da das Risiko berufsunfähig zu werden eng mit dem beruflichen Risiko zusammenhängt, hängt der Beitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung u.a. vom ausgeübten Beruf ab.

Grundsätzlich erfolgt die Unterteilung in akademische, kaufmännische und körperliche Berufsgruppen. Je größer das Risiko ist, im ausgeübten Beruf einen Unfall oder eine Verletzung zu erleiden, desto höher ist folglich der Beitrag für den BU-Vertrag.

Zu den Berufsgruppen mit dem höchsten Anteil an BU-Fällen zählen Gerüstbauer, Dachdecker und Bergleute. Sie müssen einen relativ hohen Beitrag zahlen. Zudem kann die Versicherungsdauer meist nicht bis zum 67. Lebensjahr gewählt werden. Zu den "sicheren" Berufen zählen Ärzte, Ingenieure und Wirtschaftsprüfer. Sie werden regelmäßig in die günstigsten Berufsgruppen eingeordnet. 

Für den Beitrag der BU-Versicherung ist der bei Vertragsabschluss ausgeübte Beruft ausschlaggebend. Kommt es während der Vertragslaufzeit zu einem Berufswechsel, verzichten leistungsstarke BU-Tarife auf eine Meldung des neuen Berufs. Eine Verschlechterung in der Berufsgruppe führt dann nicht zu einem höheren Beitrag. Im umgekehrten Fall führt der Wechsel von einer körperlichen in eine Bürotätigkeit nicht zu einer Reduzierung der Versicherungsprämie. 

Der Beruf ist also ausschlaggebend für den Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung, weil die Versicherung den Einkommensausfall zahlt, wenn die berufliche Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann. Daher sollte die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe vor dem Abschluss mit der BU-Versicherung geklärt werden. Bei unwahren Angaben zum Berufsbild kann der Versicherer im Versicherungsfall die BU-Rente kürzen oder sogar ganz verweigern.

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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