Was bedeutet der Prognosezeitraum in der Berufsunfähigkeitsversicherung?

In der Berufsunfähigkeitsversicherung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit die BU-Rente gezahlt wird. Eine davon ist der Prognosezeitraum. Die Berufsunfähigkeit muss für mindestens sechs Monate bestehen, damit der Versicherer leistet.

In den Versicherungsbedingungen ist geregelt, unter welchen Bedingungen die private Berufsunfähigkeitsversicherung die Rente auszahlt. Eine der Voraussetzungen ist, dass der Arzt eine Prognose über die voraussichtliche Dauer der Berufsunfähigkeit abgibt. Leistungsstarke BU-Tarife sehen vor, dass ein Prognosezeitraum von 6 Monaten erfüllt sein muss, damit die Leistungspflicht der Versicherung einsetzt. Die berufliche Tätigkeit des Versicherten kann also aus gesundheitlichen Gründen für die nächsten 6 Monate und länger nicht ausgeübt werden. 

Ungünstige Formulierungen in den Versicherungsbedingungen sehen vor, dass die versicherte Person "dauerhaft außerstande" sein muss, im zuletzt ausgeübten Beruf zu arbeiten. Nach herrschender Meinung bedeutet dies einen Prognosezeitraum von 3 Jahren. Kaum ein Arzt wird jedoch bei Rückenleiden oder psychischen Leiden eine Berufsunfähigkeit für einen derart langen Zeitraum attestieren. 

Insofern sollten Sie bei der Auswahl einer BU-Versicherung darauf achten, dass der Prognosezeitraum möglichst kurz gehalten ist. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch, dass der Versicherer die Berufsunfähigkeit rückwirkend anerkennt. In den meisten Fällen endet die berufliche Tätigkeit nicht abrupt, sondern wird aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen sukzessive zurückgefahren. Dies sollte bereits als Beginn der Berufsunfähigkeit angesehen werden. 

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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