Was passiert mit der Berufsunfähigkeitsversicherung bei Berufswechsel?

In der Berufsunfähigkeitsversicherung muss der Berufswechsel grundsätzlich nicht angezeigt werden. Damit erhalten Versicherte den vollen Schutz, auch wenn sich das Berufsrisiko durch einen Jobwechsel verschlechtert. Zuvor müssen Sie jedoch die Versicherungsbedingungen genau prüfen.

In der BU-Versicherung ist derjenige Beruf versichert, der in den letzten 12 Monaten vor Eintritt der Berufsunfähigkeit ausgeübt wurde. Bei Antragstellung muss der zu diesem Zeitpunkt ausgeübte Beruf sowie die Ausbildung angegeben werden. Die Versicherer ordnen jeden Beruf einer bestimmten Berufsgruppe vor. Kaufmännische Berufe erhalten so einen günstigeren Beitrag als körperliche Berufe. Akademiker, Ärzte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer erhalten in der Regel die günstigsten Konditionen. Handwerklich Tätige weisen ein höheres BU-Risiko auf und werden daher eher ungünstig eingestuft. 

Ein Berufswechsel führt bei einer Verschlechterung des Risikos nicht zu einem höheren Beitrag, z.B. wenn ein kaufmännischer Angestellter in eine handwerkliche Tätigkeit wechselt. Der Versicherer prüft das berufliche Risiko nur einmal, und zwar bei Antragstellung.

Allerdings ist es ratsam, den Berufswechsel dem Versicherer anzuzeigen, da es sich um eine vertragsrelevante Information handelt. Einige Versicherungsbedingungen verlangen ausdrücklich eine Mitteilung. Wer seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, riskiert im BU-Fall möglicherweise den Versicherungsschutz. Daher empfiehlt es sich in jedem Fall, bei einer Veränderung der beruflichen Tätigkeit oder der Ausübung eines neuen risikoerheblichen Hobbys den Versicherer schriftlich zu informieren.

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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