Kann man die BU-Rente später noch erhöhen?

Die Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente erfordert grundsätzlich eine erneute Risikoprüfung. Da der Versicherer eine höhere Absicherung im BU-Fall garantieren muss, wird die Beantwortung der Gesundheitsfragen im Antrag verlangt. Nur die Dynamik oder Nachversicherungsgarantie bieten einen Ausbau der BU-Rente ohne Gesundheitsprüfung.

Bei schwerwiegenden gesundheitlichen Beschwerden kann der Versicherer die Erhöhung der BU-Rente verweigern. Ansonsten wird für das erhöhte Krankheitsrisiko ein Beitragszuschlag (Risikozuschlag) erhoben oder die Krankheit von der Versicherung ausgeschlossen. Die Versicherer führen die Risiko- oder Gesundheitsprüfung durch, um die Versicherten vor hohen Zahlungen durch Krankheitsfälle zu schützen, da sonst die Beiträge für alle erhöht werden müssten.

Um das Risiko eines schlechteren Gesundheitszustandes zu umgehen, sollten BU-Verträge stets mit einer Dynamik ausgestattet sein. Der Versicherungsschutz erhöht sich dadurch einmal pro Jahr um den im Vertrag festgelegten Prozentsatz (z.B. 3% oder 5%). Eine erneute Gesundheitsprüfung ist in diesem Fall nicht erforderlich. Der Dynamik kann widersprochen werden. Wer also nicht möchte, dass sich Beitrag und Leistung erhöhen, kann den Erhöhungsvorschlag ablehnen. Einer Dynamik darf maximal an zwei Terminen hintereinander widersprochen werden, ansonsten wird die Erhöhung für den Vertrag komplett ausgesetzt.

Leistungsstarke BU-Tarife sehen darüber hinaus eine sogenannte Nachversicherungsgarantie vor. Bis zu einem bestimmten Versicherungsalter kann der Versicherungsschutz bei Eintritt vertraglich festgelegter Ereignisse ohne Gesundheitsprüfung ausgebaut werden. Zu diesen Ereignissen zählen die Beendigung einer Ausbildung, Heirat, Geburt eines Kindes oder eine Immobilienfinanzierung. Die Erhöhung der BU-Rente erfolgt jedoch maximal bis zu den in den Versicherungsbedingungen genannten Grenzen (z.B. 2.000 EUR). 

Vergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung

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