Einlagensicherung

Gesetzgeber sichert das Kapital von Bankkunden

EinlagensicherungMit der Einlagensicherung vom Bundesverband deutscher Banken wird dem Bankkunden ein sicheres System angeboten, das zur Stabilität beiträgt und auch die Sicherheitskriterien erhöht, wenn es zu einer Insolvenz kommen sollte.

Einlagensicherung schützt das Kapital von Bankkunden

Die Finanzkrise hat viele Sparer und Kapitalanleger verunsichert. Hierzulande gilt jedoch eine Einlagensicherung bei privaten Banken, die innerhalb Europas ein einmaliges System zur Sicherung von Sparguthaben darstellt. Der Verbraucher kann von freiwilligen wie auch gesetzlichen Sicherungen profitieren, die in ihrer Gesamtheit ein System bilden, das für ein hohes Maß an Stabilität sorgt. Die Einlagensicherung der privaten Banken in Deutschland bietet den Verbrauchern ein in Europa einmaliges Schutzniveau für ihre Sparguthaben.

Doch wissen längst nicht alle Bankkunden, auf welche Weise ihre Guthaben im Falle einer Insolvenz bei der Bank geschützt sind und auf welche Weise eine Entschädigung in Aussicht gestellt wird. Die Einlagensicherung wird durch einen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken den Kunden gewährleistet. Konkret bedeutet dies, dass die Spareinlagen aller Bankkunden bei den privaten Banken voll abgesichert sind. Dabei umfasst der Schutz alle Guthaben von privaten Personen, öffentlichen Stellen und Wirtschaftsunternehmen. Zu den geschützten Einlagen gehören in der Regel Spareinlagen und Termin- und Sichteinlagen wie auch Sparbriefe. Der Einlagensicherungsfonds, der das Kapital der Bankkunden schützen soll, wird von rund 180 Banken hierzulande getragen und seit mehr als drei Jahrzehnten können betroffene Kunden in vollem Umfang entschädigt werden. Auf diese Weise sollen Sparer wieder einen Anreiz finden, Kapital aufzubauen, ohne einen Verlust fürchten zu müssen.

Einlagensicherung - wie greift das Schutzsystem?

Die Einlagensicherung wird in der Bundesrepublik durch den Einlagensicherungsfonds gewährleistet. Von den Mitgliedern werden jährlich Umlagen eingefordert, mit denen sich der Fonds finanziert. Ereignet sich ein Schadensfall, geht der Einlagensicherungsfonds für gefährdete Kundeneinlagen in Leistungen. Wird beispielsweise ein Insolvenzverfahren gegen eine Bank eröffnet, tritt der Fonds anstelle der Bankkunden im Insolvenzverfahren auf. Wer seine Spareinlagen auch wirklich abgesichert wissen will, sollte wissen, in welcher Höhe sich die Sicherungsgrenzen bewegen.

Die Einlagensicherung umfasst die Einlagen von privaten Personen, kleinen Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften bis zu einer maximalen Höhe von 100.000 Euro. Im Falle einer Insolvenz des Instituts muss das Geld innerhalb von 30 Arbeitstagen an den Sparer ausgezahlt werden. Private Banken können darüber hinaus auch freiwillig im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken mitwirken. Die Sicherungsgrenze der Banken entspricht 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals, wobei das Mindesteigenkapital einer deutschen Bank bei 5 Millionen Euro liegt. Auf diese Weise wären im Falle einer Insolvenz je 1,5 Millionen Euro geschützt. Wer sich über die Sicherungsgrenzen seiner Bank ein Bild machen will, kann diese bequem im Internet abrufen oder vor Ort beim Bankberater erfragen. Grundsätzlich schützt der Einlagensicherungsfonds das Kapital der Kunden. Dazu gehören nicht nur vertraglich vereinbarte Spareinlagen und Verträge, sondern auch Sparbücher, Termingelder und herkömmliche Girokonten. Lautet ein Sparbrief auf den Namen des Bankkunden, gelten auch diese über den Einlagensicherungsfonds in vollem Umfang geschützt.

Welche Kriterien gelten bei der Einlagensicherung?

Wer sein Kapital nicht hohen Risiken aussetzen will, möchte die Sicherheit durch die Einlagensicherung auch für seine Investmentfonds und Aktien einsetzen. Jedoch ist dies nicht zwingend notwendig, das Fonds und Aktien lediglich im Depot einer Bank verwahrt werden. Grundsätzlich bleiben sie im Besitz des Kunden und eine spezielle Einlagensicherung nicht notwendig. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, jederzeit die Wertpapiere an eine andere Bank weiter zu leiten. Vielfach fällt auch der Begriff Moratorium. Dieses umschreibt eine bestimmte Form der Bankenaufsicht. Ist eine Bank in Schwierigkeiten, darf nichts mehr rausgehen und angenommen werden. Lediglich Einzahlungen, die dem Tilgen von Verbindlichkeiten dienen, dürfen von einer Bank dann noch entgegen genommen werden.

Ein Moratorium wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, über eine Bank verhängt, ob zu überprüfen, ob nicht doch Chancen einer Bankenrettung bestehen. Der Entschädigungsfall tritt immer dann ein, wenn die BaFin der Meinung ist, dass eine Bank künftig nicht mehr in der Lage sein wird, ihre Geschäfte fortzuführen, oder das Moratorium den Zeitraum von sechs Wochen überschritten hat. Ist der Entschädigungsfall dann festgestellt worden, tritt der Einlagensicherungsfonds ein und beginnt mit der Entschädigung der Kapitalanleger, die vorab angeschrieben und informiert werden.

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