Zusatzversorgung öffentlicher Dienst

Fakten und Informationen

Für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes gibt es die Zusatzversorgung (ZÖD). Es handelt sich dabei um die Altersvorsorge für öffentliche Beschäftigte. Neben der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) gibt es 24 Zusatzversorgungskassen.

Was leistet die Zusatzversorgung?

Seit 1. Januar 2002 wird die Zusatzversorgung für den öffentlichen Dienst als Betriebsrentenmodell geführt. Die Beitragszahlung orientiert sich am sozialversicherungspflichtigen Einkommen im Verhältnis zu einem Referenzwert. Zusammen mit einem Altersfaktor ergeben sich die sogenannten Versorgungspunkte. Damit lässt sich die individuelle Zusatzrente ermitteln.

Bei der Betriebsrente wird dem öffentlich Bediensteten eine Versorgungsleistung bei Alter, Invalidität und Tod zugesagt. Der Arbeitgeber sagt die Leistungen zu und bietet verschiedene Vertragsformen zur Durchführung an.

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Arten von Zusatzversorgungskassen

Für Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes stehen verschiedene Zusatzversorgungskassen zur Verfügung. Es handelt sich dabei stets um öffentlich-rechtliche Träger in der Form einer Körperschaft oder Anstalt des ööfentlichen Rechts.

Es sind rechtliche unselbständige, nichtrechtsfähige Sondervermögen. Die Zusatzversorgungskassen handeln im Auftrag der beteiligten Mitgliedsunternehmen und sollen die Altersvorsorge bzw. Zusatzversorgung sicherstellen.

Folgende Kassen gibt es in Deutschland:

  • Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder,
  • 17 kommunale Versorgungseinrichtungen,
  • 5 Zusatzversorgungskassen für kirchliche Einrichtungen,
  • 2 Einrichtungen für Beschäftigte von Sparkassen.

Probleme bei der Zusatzversorgung

Bis Anfang des neuen Jahrtausends sollte die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes dafür sorgen, dass die Ruheständler in der Rente ein Einkommen analog des Nettoeinkommens erhalten. Aufgrund der geringen Beitragszahlungen konnte dieses System jedoch nicht aufrecht erhalten werden.

Denn zusätzlich wurden für die Zusatzrente lediglich die letzten 36 Monate der Erwerbstätigkeit als öffentlich Bediensteter berücksichtigt. Daraus resultierte ein enormes Finanzierungsproblem für die Zusatzversorgung. Denn zusätzlich verschärfte noch der demografische Wandel das Defizit.

Die Probleme veranlassten die Tarifpartner schließlich, die Zusatzversorgung auf völlig neue Beine zu stellen. Allerdings müssen sich daher Neurentner auf deutliche geringere Ansprüche einstellen. Damit besteht die Notwendigkeit, eine private Altersvorsorge aufzubauen.

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