Zusatzbeiträge 2010/2011: Liste aller Krankenkassen

Übersicht aller gesetzlichen Krankenkassen mit Zusatzbeitrag

Welche gesetzliche Krankenkasse erhebt 2010 Zusatzbeiträge? Insgesamt haben 16 Kassen angekündigt, von ihren Mitgliedern in diesem Jahr einen Zusatzbeitrag verlangen zu wollen. Ende Januar 2010 hatten 8 Krankenkassen beschlossen, beim Thema Zusatzbeitrag einen Tabubruch zu wagen.

Nun müssen fast 13 Millionen gesetzlich Versicherte mindestens 8 Euro im Monat mehr an die Krankenkasse abführen. Insgesamt gibt es derzeit 169 gesetzliche Krankenkassen mit über 70 Millionen Mitgliedern. Experten rechnen damit, dass bis Jahresende nahezu jede Kasse einen Zusatzbeitrag verlangen muss.

Welche Krankenkasse verlangt einen Zusatzbeitrag 2010?

Bisher haben 13 Krankenkassen einen Zusatzbeitrag für 2010 angekündigt. Dazu zählen:

  • BKK für Heilberufe,
  • BKK Gesundheit,
  • BKK PHOENIX,
  • BKK Publik,
  • BKK Westfalen-Lippe,
  • DAK ,
  • E.ON BKK,
  • ESSO BKK,
  • Gemeinsame BKK (GBK),
  • KKH-Allianz, 
  • Novitas BKK/ktpBKK.

Die Höhe des Zusatzbeitrags wird dabei in den meisten Fällen bei 8 Euro festgesetzt. Somit umgehen die Kassen eine Einkommensprüfung. Denn bei einem Zusatzbeitrag über 8 Euro, darf die zusätzliche Prämie insgesamt nur 1 Prozent vom Bruttoeinkommen ausmachen. Für Spitzenverdiener liegt so die Höchstbelastung bei 37,50 Euro im Monat.

Welche Krankenkassen erheben 2010 keinen Zusatzbeitrag?

Zu den namhanften Krankenkassen, die 2010 zunächst keinen Zusatzbeitrag erheben wollen, zählen:

  • AOK Baden-Württemberg,
  • AOK Bayern,
  • AOK Berlin-Brandenburg,
  • AOK Bremen,
  • AOK Hessen,
  • AOK Mecklenburg-Vorpommern,
  • AOK Niedersachsen,
  • AOK PLUS,
  • AOK Rheinland-Pfalz,
  • AOK Rheinland/Hamburg,
  • AOK Saarland,
  • AOK Sachsen-Anhalt,
  • AOK Schleswig-Holstein,
  • AOK Westfalen-Lippe,
  • Barmer GEK,
  • BKK MAN und MTU,
  • BIG direkt gesund,
  • HEK,
  • IKK Brandenburg und Berlin,
  • IKK classic,
  • IKK gesund plus,
  • IKK Niedersachsen,
  • IKK Nord,
  • IKK Nordrhein,
  • IKK Südwest,
  • Schwenninger BKK,
  • TK - Techniker Krankenkasse.

Manche Krankenkassen haben bereits für 2011 Zusatzbeiträge ausgeschlossen, andere wollen vorerst keinen Zusatzbeitrag für 2010 erheben. Dies kann natürlich bedeuten, dass die Situation in der zweiten Jahreshälfte ganz anders aussieht.

Warum wird ein Zusatzbeitrag 2011 wahrscheinlich?

Die Kosten im Gesundheitswesen steigen permanent: Höhere Löhne für die Beschäftigten, neue Medizintechnik sowie kostspielige Medikamente. Gleichzeitig sinkt die Einnahmenbasis durch die zunehmende Überalterung der Gesellschaft. Denn Rentner zahlen weniger in die Krankenkassen ein. Dadurch werden die Kassen mittelfristig nicht um Zusatzbeiträge herumkommen. Die Versicherten werden auch künftig mit weiter steigenden Ausgaben für die Gesundheit rechnen müssen.

Wer erhebt Zusatzbeiträge in 2011?

Je nach Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben kann sich die Lage 2011 ganz anders darstellen. Zunächst legt der Gesetzgeber den Beitragssatz für den Gesundheitsfonds fest. Bei unveränderter Höhe drohen weitere Zusatzbeiträge. Gesundheitsexperten erwarten dann auch einen Dammbruch auf breiter Front spätestens gegen Ende 2010.

Insgesamt sind jeodch nur 50 Millionen Versicherte von Zusatzbeiträgen betroffen. Denn bei den übrigen 20 Millionen Versicherten handelt es sich um beitragsfrei mitversicherte Ehepartner und Kinder. Dieser Personenkreis muss den Zusatzbeitrag nicht entrichten.

Weitere Informationen