Zusatzbeiträge 2011/2012: Liste aller Krankenkassen
Übersicht aller gesetzlichen Krankenkassen mit Zusatzbeitrag
Nun müssen fast 13 Millionen gesetzlich Versicherte mindestens 8 Euro im Monat mehr an die Krankenkasse abführen. Insgesamt gibt es derzeit 169 gesetzliche Krankenkassen mit über 70 Millionen Mitgliedern. Experten rechnen damit, dass bis Jahresende nahezu jede Kasse einen Zusatzbeitrag verlangen muss.
Welche Krankenkasse 2011 einen Zusatzbeitrag?
Im Jahr 2011 verlangen 13 Krankenkassen einen Zusatzbeitrag. Dazu zählen:
- BKK advita,
- BKK Axel Springer,
- BKK für Heilberufe,
- BKK Gesundheit,
- BKK Hoesch,
- BKK MERCK,
- BKK PHOENIX,
- BKK Publik,
- CITY BKK,
- DAK ,
- Deutsche BKK,
- E.ON BKK,
- KKH-Allianz,
Die Höhe des Zusatzbeitrags liegt dabei in den meisten Fällen bei 8 Euro im Monat. Die betroffenen Kassen konnten seinerzeit auf diese Weise eine Einkommensprüfung verhindern. Inzwischen wurde im Rahmen der letzten Gesundheitsreform die Regelung zur Einkommensprüfung gekappt.
Welche Krankenkassen erheben 2011 keinen Zusatzbeitrag?
Zu den namhanften Krankenkassen, die 2011 zunächst keinen Zusatzbeitrag erheben wollen, zählen:
- AOK Baden-Württemberg,
- AOK Bayern,
- AOK Berlin-Brandenburg,
- AOK Bremen,
- AOK Hessen,
- AOK Mecklenburg-Vorpommern,
- AOK Niedersachsen,
- AOK PLUS,
- AOK Rheinland-Pfalz,
- AOK Rheinland/Hamburg,
- AOK Saarland,
- AOK Sachsen-Anhalt,
- AOK Schleswig-Holstein,
- AOK Westfalen-Lippe,
- Barmer GEK,
- BKK MAN und MTU,
- BIG direkt gesund,
- HEK,
- IKK Brandenburg und Berlin,
- IKK classic,
- IKK gesund plus,
- IKK Niedersachsen,
- IKK Nord,
- IKK Nordrhein,
- IKK Südwest,
- SBK Siemens-Betriebskrankenkasse,
- Schwenninger BKK,
- TK - Techniker Krankenkasse.
Manche Krankenkassen haben bereits für 2012 Zusatzbeiträge ausgeschlossen, andere wollen vorerst keinen Zusatzbeitrag für 2011 erheben. Dies kann natürlich bedeuten, dass die Situation in der zweiten Jahreshälfte ganz anders aussieht.
Warum wird eine Erhöhung des Zusatzbeitrag künftig wahrscheinlich?
Die Kosten im Gesundheitswesen steigen permanent: Höhere Löhne für die Beschäftigten, neue Medizintechnik sowie kostspielige Medikamente. Gleichzeitig sinkt die Einnahmenbasis durch die zunehmende Überalterung der Gesellschaft. Denn Rentner zahlen weniger in die Krankenkassen ein. Dadurch werden die Kassen mittelfristig nicht um Zusatzbeiträge herumkommen. Die Versicherten werden auch künftig mit weiter steigenden Ausgaben für die Gesundheit rechnen müssen.
Aktuelle Berechnungen gehen davon aus, dass bereits Ende 2012 der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 21 Euro im Monat liegt. Zum Ende des Jahrzehnts könnten sogar 120 Euro im Monat erhoben werden. Künftige Kostensteigerungen im Gesundheitswesen werden allein den Versicherten belastet. Somit ist davon auszugehen, dass ein weiterer Anstieg bei den Zusatzprämien folgt.
Wer erhebt Zusatzbeiträge in 2012?
Je nach Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben kann sich die Lage 2012 ganz anders darstellen. Zunächst legt der Gesetzgeber den Beitragssatz für den Gesundheitsfonds fest. Bei unveränderter Höhe drohen weitere Zusatzbeiträge. Gesundheitsexperten erwarten dann auch einen Dammbruch auf breiter Front spätestens gegen Ende 2012.
Insgesamt sind jedoch nur 50 Millionen Versicherte von Zusatzbeiträgen betroffen. Denn bei den übrigen 20 Millionen Versicherten handelt es sich um beitragsfrei mitversicherte Ehepartner und Kinder. Dieser Personenkreis muss den Zusatzbeitrag nicht entrichten.
Weitere Informationen
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Welche gesetzliche Krankenkasse erhebt 2010 Zusatzbeiträge? Insgesamt haben 16 Kassen angekündigt, von ihren Mitgliedern in diesem Jahr einen Zusatzbeitrag verlangen zu wollen. Ende Januar 2010 hatten 8 Krankenkassen beschlossen, beim Thema Zusatzbeitrag einen Tabubruch zu wagen.