Wohn-Riester

Mit Wohn-Riester ins steuergünstige Eigenheim

Steuervorteile für Wohnimmobilien: Mit der Eigenheimrente Wohn-Riester werden wir verstärkt zur privaten Altersvorsorge angehalten. Die Eigenheimrente verwandelt das Sparguthaben mit dem Wohnförderkonto unter staatlicher Förderung in die eigenen vier Wände.

Eigenheimrente: Immobilien fürs Alter

Die Eigenheimrente, im Volksmund auch unter dem Begriff Wohn-Riester bekannt, trat mit dem Eigenheimrentengesetz am 1. August des Jahres 2008 in Kraft. Mit der Eigenheimrente fördert der Staat die Bildung von Wohneigentum durch die Altersvorsorgezulage. Die Altersvorsorgezulage, besser bekannt als Riester-Rente, umfasst Sonderanzüge und staatliche Förderprogramme zur Bildung einer privaten Altersvorsorge. Mit der Eigenheimrente „riestern“ wir also für privat genutzte Wohnimmobilien. Das Kapital für die Altersvorsorge wird mit Wohn-Riester in die eigenen vier Wände umgewandelt. Die Eigenheimrente zielt auf eine steuerliche Förderung von Immobilien als Altersvorsorge ab, wobei Wohneigentum den Finanzbedarf im Alter aber nur bedingt durch wegfallende Mietzahlungen deckt.

Immobilien galten viele Jahre lang als äußerst sichere Kapital- und Rentenanlage, sind aber tatsächlich an Standortfaktoren gebunden. Das Konzept der Eigenheimrente ist im Wesentlichen an eine Eigennutzung der Immobilie gebunden, womit sich Wohn-Riester nicht dazu eignet, eine steuergünstige Wohnung zu Vermietungszwecken zu finanzieren. Wer seine Immobilie nicht selbst nutzt, muss die staatliche Förderung zurückzahlen. Dies gilt allerdings nicht für einen beruflich bedingten Umzug. Bis zum 67. Lebensjahr muss die Immobilie, die mit der Eigenheimrente gefördert wurde, wieder selbst genutzt werden. Noch ist keine Verwendung der Eigenheimrente zur Förderung von Wohneigentum im Ausland vorgesehen. Junge Leute profitieren vom Berufseinsteiger-Bonus, wenn sie sich vor 25 Jahren für die geförderte Altersvorsorge entscheiden.

Wohn-Riester: Die Fördermöglichkeiten

Die Eigenheimrente will Sparer mit Steuervergünstigungen und Fördermaßnahmen schneller in die eigenen vier Wände bringen. Das Förderprogramm Wohn-Riester erstreckt sich auf den Erwerb und den Bau von Wohneigentum für die Eigennutzung zur Altersvorsorge. Die Tilgungsleistungen werden steuerlich begünstigt. Die Eigenheimrente fördert auch genossenschaftliche Wohnungen, die bei einer eingetragenen Genossenschaft erworben werden.

Mit der Eigenheimrente kann das Eigenkapital vollständig für den Kauf oder Bau eines Hauses oder einer Wohnung verwendet werden. Wohn-Riester wandelt damit das klassische Sparprodukt in eine Immobilienfinanzierung um. Häuslebauer und Käufer von Wohnimmobilien profitieren mit Wohn-Riester von einer Eigenheimförderung, die staatlich gefördert wird, und müssen dazu nicht einen zusätzlichen Sparvertrag für eine Immobilienfinanzierung abschließen, um etwas aus dem staatlichen Fördertopf zu bekommen. Wer für sein Wohneigentum spart, erhält mit Wohnriester eine vergleichbare Förderung für die Altersvorsorge wie mit anderen Altersvorsorgeprodukten aus dem Riester-Katalog. Damit fließt die Altersvorsorge direkt in die eigenen vier Wände.

Für die Eigenheimrente wird ein Wohnförderkonto eingerichtet, dessen Betrag sich in der Ansparphase um jeweils zwei Prozentpunkte erhöht. Bei Erreichen der Auszahlungsphase wird der Sparbetrag durch die Anzahl der Lebensjahre bis zum 85. Jahr geteilt: Dieser Betrag wird in der Einkommensteuer angegeben. Für die Besteuerung des Einkommens sind aber weitere Faktoren gültig. Möglich ist auch eine Einmalbesteuerung.

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Wohn-Riester: Wer wird gefördert?

Wohn-Riester erstreckt sich wie alle Riester-Produkte vorrangig auf Arbeitnehmer. Folgende Voraussetzungen sind für die Inanspruchnahme der Eigenheimrente gültig: Pflichtversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung oder Alterssicherung für Landwirte, eine Tätigkeit als Beamter, Vorliegen einer Arbeitslosigkeit ohne Bezüge oder Kindererziehung mit Rentenanspruch. Als Arbeitssuchende ohne Leistungen profitieren auch Arbeitslose von der Eigenheimrente, bei denen etwa durch Erspartes keine Bedürftigkeit vorliegt.

Für Ehepartner greift bei Wohn-Riester eine gesonderte Regelung: Ehepartner haben einen Anspruch auf die Eigenheimrente, wenn nur bei ihrem Partner eine Berechtigung vorliegt. Förderberechtigt sind weiterhin Rentner mit Erwerbsminderung und Bezieher einer Dienstunfähigkeitsrente.

Als Förderprogramm richtet sich Wohn-Riester insbesondere auch an Familien mit Kindern und Geringverdiener. All diese Personengruppen werden mit der Eigenheimrente dazu angehalten, selbst fürs Alter vorzusorgen und im Falle von Wohn-Riester in eine Immobilie fürs Rentenalter zu investieren. Wie alle Riester-Produkte wird auch die Eigenheimrente über Banken und Versicherungen angeboten. Neu auf dem Markt sind Bausparkassen und Wohnungsgenossenschaften als Anbieter für Wohnriester. Die Immobilienkredite sind für Bau- und Erwerbsvorhaben ab 2007 gültig und werden ab etwa 4,5 Prozent Zinsen angeboten. Vor dem Abschluss eines Wohnriester-Vertrages lohnt sich ein Vergleich bei mehreren Anbietern. Im Vergleich mit anderen Immobilienfinanzierungen können mit der Eigenheimrente mindestens 12.000 Euro gespart werden.