Griechische Regierung einigt sich auf Sparprogramm

02.08.12

Nach langem Hin und Her einigte sich die griechische Regierungskoalition auf ein Sparprogramm, welches 11,5 Milliarden Euro umfasst. Einzelheiten der Maßnahmen wurden nicht bekannt. Die Geldreserven der Griechen neigen sich dem Ende und die Hellenen warten händeringend auf finanzielle Unterstützung der Troika.

Nach kontroversen Debatten schnürte die griechische Regierungskoalition schließlich ihr Sparpaket. Die Maßnahmen umfassen Einsparungen in Höhe von 11,5 Milliarden Euro. Einzelheiten des Vorgehens wurden nicht genannt. Die Geldreserven der Griechen neigen sich dem Ende und die Hellenen warten händeringend auf finanzielle Unterstützung der Troika, welche den Geldhahn vorerst zudrehte, da die Griechen ihren Sparverpflichtungen im Frühjahr nicht nachkamen.

Die Einigung auf das Sparprogramm ist eine notwendige Voraussetzung für den Erhalt der nächsten Tranche in Höhe von 31,5 Milliarden Euro, dessen Auszahlung für September erwartet wird. Die griechische Regierung will das Sparpaket möglichst sozial schnüren. Über die mögliche Streckung der Umsetzung der Reformen wollen die Griechen zu einem späteren Zeitpunkt verhandeln. Griechenland unterliegt der Verpflichtung, das Haushaltsdefizit von derzeit über neun Prozent auf unter drei Prozent zu senken.

Die Staatsverschuldung muss bis zum Jahr 2020 auf einen Stand von rund 120 Prozent der Wirtschaftsleistung gebracht werden, erlaubt sind eigentlich nur 60 Prozent. Insgesamt sollen die Einsparungen 5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen. Fusionen und Privatisierungen sind ebenso vorgesehen, wie Einschnitte bei den Renten und Entlassungen bei den Staatsbediensteten. Zudem müssen die Griechen massiv gegen Steuerbetrug vorgehen.

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