Wie hoch ist die Rente?

Auskunft über die Rente

Jeden Erwerbstätigen treibt eine Frage um: Wie hoch ist die Rente im Alter? Je nach Rentenanspruch ergibt sich eine Versorgungslücke. Dies ist die Differenz zwischen der tatsächlichen und der Wunschrente. Aus der Rentenhöhe wird also ersichtlich, wie viel Geld man in die zusätzliche Altersvorsorge investieren sollte.

Die Information darüber, wie hoch die gesetzlich Rente ist, gibt die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung. Jeder Versicherte über 27 Jahren, erhält einmal jährlich einen aktuellen Kontoauszug. Daraus werden die unterschiedlichen Rentenleistungen von der gesetzlichen Rente ersichtlich.

Was sagt die Renteninformation aus?

Die Renteninformation enthält verschiedene Informationen bereit. Sie gibt darüber Auskunft:

  • welche Rentenansprüche bislang erarbeitet wurden,
  • wie hoch die Rente bei voller Erwerbsminderung ausfällt,
  • wie hoch die Rente im Alter ist, wenn sich der Verdienst nicht ändert und
  • wie viele Beiträge man bislang in die gesetzliche Rente eingezahlt hat.
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Mit der Renteninformation erhalten Sie darüber hinaus auch Prognoseberechnungen für die Zukunft. Grundlage ist stets, dass das bisherige Einkommen bis zum Rentenalter verdient wird. In drei Szenarien wird dargestellt, wie hoch die Rente künftig ausfallen könnte.

Szenario 1 unterstellt, dass die gesetzlichen Renten nicht steigen. In Szenario 2 wird eine jährliche Rentenanpassung von 1 Prozent angenommen. Beim Szenario 3 wird ein Steigerungssatz von 2 Prozent unterstellt. Die Unterschiede zwischen den Renten sind enorm. Dies verdeutlicht die Wirkung des Zinseszinseffekts.

Begrenzte Aussagekraft der Renteninformation

Die Prognosen für die Rente im Alter lassen viele sorgenfrei an den Ruhestand denken. Allerdings sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen und müssen relativiert werden. Folgende Punkte müssen beachtet werden:

  • Inflation: Die Kaufkraft der Rente wird im Alter geringer als heute sein. Bei einer Inflationsrate von 2 Prozent pro Jahr halbiert sich der reale Wert der Rente in 30 Jahren.
  • Steuern: Für die gesetzliche Rente gilt die nachgelagerte Besteuerung. D.h. die Rente wird künftig stärker besteuert. Bis zum Jahr 2040 gilt eine Übergangsfrist. Ab dann muss die Rente zu 100 Prozent versteuert werden.
  • Krankenversicherung: Von der Rente muss die Kranken- und Pflegeversicherung bezahlt werden. Bei gesetzlich Versicherten wird der Beitragssatz zur Krankenkasse von der Rente einbehalten.

Alles in allem handelt es sich bei der ausgewiesenen Rente um eine Bruttorente, die sich um die dargestellten Faktoren reduziert. Daraus ergibt sich die Nettorente, die zur Aufrechterhaltung des Lebensstandards meist nicht ausreicht.

Der Renten-Fahrplan: Früher aufhören, richtig planen, mehr rausholen
Der Ratgeber der Stiftung Warentest erklärt einfach und übersichtlich die Situationen, in denen Sie Fehler machen und Rente verschenken könnten, und er rät frühzeitig zu planen.

Wie hoch soll die Rente im Alter sein?

Aus der Diffenrenz der gesetzlichen Rente und der gewünschten Rente ergibt sich die Versorgungslücke. Damit lässt sich errechnen, wie viel Geld man investieren muss, um die gewünschte zusätzlich Altersrente zu finanzieren.

Meist bestehen neben der gesetzlichen Rente noch Ansprüche aus betrieblicher Versorgung und bereits bestehenden privaten Verträgen. Zudem sollte man die voraussichtlichen Kosten in der Rente für Wohnen, Lebenshaltung, Versicherungen, Reisen ermitteln.

Mit diesen Informationen ist der erste Schritt bei der Altersvorsorge-Planung getan. Im nächsten Schritt geht es dann darum, die richtigen Instrumente auszuwählen.

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