Weihnachtsgeld

Weihnachtsgeld als Teil des Gehalts

Der Arbeitnehmer in Deutschland kann mit der Auszahlung eines 13. Gehalts zum Jahresende rechnen. Das Weihnachtsgeld ist fixer Bestandteil der Lohnkalkulation.

Wichtige Informationen zum Thema Weihnachtsgeld

In vielen Berufssparten erhalten die Mitarbeiter im November das sogenannte Weihnachtsgeld. Diese zusätzliche Zahlung soll den Angestellten bei der Organisation eines gelungenen Festes unterstützen. Häufig fällt die Summe des Weihnachtsgeld auf dem Niveau eines Brutto-Monatsgehaltes aus. Die Zahlung kann sich nach gewissen Kriterien richten. Diese wären beispielsweise, dass der Angestellte die weitere Sonderzahlung bekommt, wenn er nach dem Tarifvertrag, der Betriebsvereinbarung oder dem Arbeitsvertrag entsprechend entlohnt wird.

Der Arbeitsvertrag kann außerdem eine Klausel enthalten, in welcher der Arbeitnehmer dazu verpflichtet wird, die extra ausgezahlte Summe dem Unternehmen im Fall einer Kündigung zurück zu erstatten. Auch bei Tarifverträgen älteren Ausstellungsdatums kann eine solche Forderung enthalten sein. Die Klausel tritt aber erst dann in Kraft, wenn die Arbeitskraft bis zum 31. März des nachfolgenden Geschäftsjahres das Arbeitsverhältnis zwischen ihr und der Firma, bei der sie bisher beschäftigt war, beendet. Andere Faktoren kommen ebenfalls zum Tragen. Etwa, wenn der Arbeitnehmer schon für die Firma tätig ist. Auch der jeweilige Wirtschaftszweig ist entscheidend.

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Weihnachtsgeld nach Branchen

Wenn es um das Weihnachtsgeld geht, vertritt jedes Geschäftsfeld jeweils andere Ansichten. Das Bankwesen hat hierbei die Nase ziemlich weit vorne. An zweiter Stelle reihen sich die Süßigkeitenhersteller ein. Platz drei in diesem Ranking wird von der Chemiebranche für sich beansprucht. In diesen drei Geschäftsfeldern kann die Sonderzahlung schon einmal rund 95% oder sogar volle 100% des Lohns betragen. Der Einzelhandelsbereich bekommt etwa 62,5% als Weihnachtsgeld. Das Metall verarbeitende Gewerbe erhält sogar nur knappe 55% des Brutto-Lohnes als Weihnachtszuwendung ausbezahlt.

Die Berufsgruppe der Bundesbeamten, sowie die Rentner erhalten seit 2006 sogar nur mehr 50% als Weihnachtsgeld. Die Personen, die im Bereich des Zivildienstes und Wehrdienstes tätig sind, erhalten gerade einmal einen geringen Betrag von 172,26 Euro als Weihnachtsremuneration. 55 % der arbeitenden Bevölkerung Deutschlands erhalten in der Vorweihnachtszeit entweder das Weihnachts-Sondergeld oder vergleichbare Prämien. Bei den Prozentsätzen handelt es sich um keine Fixbeträge, sondern auch diese sind Änderungen unterworfen und werden immer wieder angepasst.

Faktoren für die Höhe des Weihnachtsgeldes

Die Zahlung des Weihnachtsgeld wird von gewissen Aspekten wie etwa der Betriebsgröße beeinflusst. Eine Rolle spielt in welchem Teil des Landes der Arbeitnehmer beschäftigt ist, aber auch welches Level der jeweilige Arbeitnehmer an Erfahrungen im Beruf zur Ausübung mitbringt, genauso die Höhe des Verdienstes, je nach Geschlecht und Vertragsrichtlinien. Wegen dieser Aspekte fällt der Weihnachtsbonus von Branche zu Branche unterschiedlich hoch aus.

Darüber hinaus gibt es selbstverständlich auch beim Weihnachtsgeld einen geschlechterspezifischen Unterschied, da sich die Höhe der Weihnachtsauszahlung auch nach dem Einkommen richtet und es diesbezüglich auch entsprechende Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt. Zudem gibt es auch noch regionale Unterschiede, wobei ein West-Ost-Gefälle zu bemerken ist. Die Arbeitnehmer, die im Westen von Deutschland beschäftigt sind, erhalten in den meisten Bereichen wie zum Beispiel Chemieindustrie (65 Prozent), dem öffentlichen Dienst (Gemeinden, 45 - 67,5 Prozent) und der Metallverarbeitungsindustrie (50 Prozent) um einiges weniger die Ost-Beschäftigten.

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