Währungsumrechnung
Handel in fremden Währungen
Grundlagen zur Währungsumrechnung
Bei internationalen Geschäftsbeziehungen außerhalb der Europäischen Union findet ein Außenhandel statt. Bei jeglichem Warenverkehr außerhalb der Euro-Region sind neben den verschiedenen Zollbestimmungen auch die Wechselkurse zu beachten. Grundlage für diesen Wechselkurs stellt die Währungsumrechnung dar. Dabei wird bei einem nominalen Wechselkurs das Verhältnis von zwei verschiedenen Währungen dargestellt. Dieser kann entweder als Mengen- oder Preisnotierung angegeben werden.
Bei der ersten Variante erfolgt die Währungsumrechnung auf der Grundlage der inländischen Währung. Dabei wird angegeben, wie viel ausländische Währung für eine Einheit der inländischen Währung benötigt wird. Im Gegensatz dazu gibt die Preisnotierung an, wie viel inländische Währung für eine Einheit der ausländischen Währung angeboten wird.
In der Regel verändern sich diese Wechselkurse täglich. Grundlage hierfür sind die Marktveränderungen, also das veränderte Verhältnis von Angebot und Nachfrage. In wenigen Fällen bestehen jedoch auch festgeschriebene Wechselkurse. Beispiele hierfür ist der chinesische Yuan zu nennen, der von den Jahren 1997 bis 2005 an den US-Dollar gekoppelt war. Ein solcher festgeschriebener Wechselkurs macht eine Umrechnung der Währung immer noch nötig, bewirkt aber, dass kein Wechselkursrisiko besteht. Das Risiko liegt allerdings darin, dass das der Wert der eigenen Währung stark von der wirtschaftlichen Entwicklung des anderen Landes abhängig ist. Diese Entwicklung lässt sich auch sehr gut am Beispiel der Einführung des Euros nachweisen.
Bedeutung der Währungsumrechnung für den Mittelstand
Lange Zeit agierten nur sehr große deutsche Unternehmen im In- und Ausland, kleinere Betriebe boten ihre Leistungen und Produkte zumeist nur auf dem heimischen Markt an. Inzwischen sind aber auch kleine und mittelständische Unternehmen zunehmend international aktiv. Sie bieten ihre Waren selbst im Ausland an, beziehen aber auch Zulieferprodukte aus anderen Ländern.
Die Gründe für diese zunehmende Globalisierung liegen in der Entwicklung von neuen Technologien und Vertriebswegen wie zum Beispiel dem Internet und dem Onlinehandel sowie dem persönlichen Interesse der Unternehmen, durch den internationalen Handel eine Kostenersparnis beziehungsweise eine Gewinnmaximierung zu erreichen. Ebenso bewirkte die Europäische Währungsunion, dass die Notwendigkeit der Währungsumrechnung in den meisten Ländern der EU weggefallen und somit auch der innereuropäische Güter- und Warenverkehr angestiegen ist.
Allerdings besteht bei allen Auslandsgeschäften außer halb der Euro-Region ein Wechselkursrisiko. Dieses kann bei einem geringen prozentualen Gewinn und einem schwankenden Wechselkurs sehr schnell zu einem negativen Gesamtergebnis führen. Aus diesem Grund sollte das Risiko der Währungsumrechnung bei der Vertragsgestaltung eine besondere Beachtung finden. So bietet es sich beispielsweise an, Verträge in der inländischen Währung abzuschließen. Oft können mittelständische Unternehmen diese Forderung aufgrund der geringeren wirtschaftlichen Macht jedoch nicht durchsetzen. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, die Fälligkeit der Zahlung zeitnah zu gestalten.
Währungsrumrechnung verliert bei Privatpersonen an Bedeutung
In der Regel haben Privatpersonen nur bei Auslandsreisen in andere Länder mit fremden Währungen zu tun. Aus diesem Grund war für sie lange Zeit die Währungsumrechnung zumindest für die Dauer des Urlaubs sehr wichtig. Durch die Einführung des Euros in vielen europäischen Ländern ist die Notwendigkeit der Umrechnung jedoch weggefallen. Dies führt dazu, dass Privatpersonen bei Auslandsreisen immer weniger mit ausländischen Währungen zu tun haben. Da in Zukunft weitere europäische Länder einem Beitritt zum Euro anstreben und zum Teil den Euro schon als Zahlungsmittel akzeptieren, ist damit zu rechnen, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt.
Somit liegt die Vermutung nah, dass Privatpersonen sich grundsätzlich kaum noch mit der Währungsumrechnung beschäftigen müssen. Diese Annahme ist prinzipiell korrekt, allerdings ist auffällig, dass sich einige Bevölkerungsgruppen ebenso wie die kleinen und mittelständischen Unternehmen zunehmend international orientieren, also selbst im Ausland Artikel kaufen beziehungsweise verkaufen. Diese zunehmende Internationalisierung des privaten Handels ist zum Beispiel im Bereich der Briefmarken und Münzsammlung aber auch der Kleidung zu erkennen. So werden diese Artikel aufgrund von einer Kostenersparnis in ausländischen Onlineshops und Aktionshäusern gekauft beziehungsweise verkauft. So können beispielsweise bei einem Kauf von einer britischen Münze in Großbritannien aufgrund eines erhöhten Angebots Kosten eingespart werden.
Weitere Informationen
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