Vermögensverwaltende Fonds

Fonds mit wechselndem Aktienanteil

Üblicherweise werden Fondsanteile vollständig in Aktien investiert. Wir erklären Ihnen die Anlagestrategie, die Vermögensverwaltende Fonds verfolgen.

Vermögensverwaltende Fonds - Anlagestrategie

Die Anlage in Fonds kann riskant, sicher oder mit einem gesunden Mittelmaß aus Risiko und Sicherheit verbunden sein. Abhängig ist das Anlagerisiko von der Anlagestrategie der Fondsgesellschaft. In Anlehnung an die Strategie unterscheiden sich Fonds unter anderem in

  • Hedge-Fonds,
  • Hochzinsfonds,
  • Derivate,
  • Vermögensverwaltende Fonds.

Die meisten reinen Aktienfonds legen ihrer Entwicklung eine bestimmte Benchmark, einen Maßstab als Referenzwert zugrunde, dem der Fonds selbst dann folgt, wenn dieser Referenzwert, meist handelt es sich um Indizes, Einbrüche verzeichnet. Dabei wird der vollständige Anlagebetrag in Fonds investiert, unabhängig von der jeweils aktuellen Marktlage.

Für Anleger kann diese weitverbreitete Anlagestrategie stark risikobehaftet sein. Im Unterschied dazu folgen Vermögensverwaltende Fonds einer Strategie, nach der unabhängig von Benchmarks, dafür aber abhängig von der allgemeinen Börsenlage investiert wird. Bei schlechter Marktlage legt ein solch unabhängiger Fonds nur einen Teil des Fondsvermögens in Aktien an und den restlichen Teil in sicheres Anlagevermögen am Geldmarkt. Steigen die Aktienkurse, so wird der Anteil der Aktienkäufe erhöht.

Vermögensverwaltende Fonds als Dachfonds und Mischfonds

Vermögensverwaltende Fonds können als Dachfonds oder als Mischfonds gestaltet sein. Diese Fondsarten unterscheiden sich in erster Linie in ihrer Anlage-Flexibilität. Dachfonds oder Umbrella-Fonds haben bezüglich der Anlage des Fondsvermögens die Wahl zwischen Aktien sowie nationalen und internationalen Rentenmärkten. Der Fondsmanager kann je nach Marktlage im Rahmen der gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben das Fondsvermögen über die Anlagen breit streuen. In der Regel ist er dabei auf fünf Subfonds begrenzt.

Mischfonds bieten eine höhere Flexibilität, da das Investmentgesetz hier ein größeres Anlageportfolio zulässt. Neben Wertpapieren können Geldmarktinstrumente, Bankguthaben, inländische Sondervermögen, bestimmte Derivate, Darlehen und weitere Finanzinstrumente zur Streuung des Fondskapitals genutzt werden. Vermögensverwaltende Fonds in Form von Mischfonds legen in der Regel von vornherein ihre Anlagestrategie fest und beschränken sich auf verschiedene Investment- und Geldmarktinstrumente. Standard-Mischfonds beziehen nur wenige Anlageformen wie Aktien und Renten ein, andere weiten ihre Anlagepolitik auf Wandel- oder Optionsscheine sowie Termingeschäfte aus. Die Strategie reicht bis zu Superfonds, in denen eine große Palette der Anlagemöglichkeiten genutzt wird.

Vermögensverwaltende Fonds als sichere Anlage?

Die Antwort auf die Frage, ob Vermögensverwaltende Fonds eine sichere Anlageform darstellen, ergibt sich aus der Flexibilität des Anlageportfolios. Grundsätzlich ist eine breite Streuung des Fondsvermögens mit einem geringeren Verlustrisiko verbunden. Allein die Tatsache, dass Fondskapital in Aktien bei fallenden Börsenkursen reduziert und in sichere Anlageinstrumente umgelenkt wird, macht deutlich, dass Verluste möglichst minimiert werden. Dennoch hängt die Sicherheit der benchmark-unabhängigen Fonds auch von der Wahl der Anlageinstrumente ab. Ein Superfonds, der verstärkt in Derivate und andere risikobehaftete Anlageformen investiert, ist weniger sicher für Anleger, als ein Standard-Mischfonds, der sich auf Aktien und Renten konzentriert.

Andererseits besteht eine Abhängigkeit zwischen Rendite und Risiko. Anleger, die trotz Sicherheit ein Interesse an einer möglichst hohen Rendite haben, finden in Mischfonds und Superfonds eine gesunde Kombination aus beiden Anlagestrategien. Mittel- und langfristige Vergleiche, die Vermögensverwaltende Fonds und herkömmliche Aktienfonds gegenüberstellen belegen, dass die Rendite der frei verteilten Fonds kontinuierlicher und je nach Marktlage höher ist, als die der Aktienfonds.

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