Tracker-Zertifikate

Tracker-Zertifikate - Anlage in neue Märkte

Sie möchten in neue Märkte oder Rohstoffe investieren? Dann könnte die Geldanlage Tracker-Zertifikate für Sie die richtige Wahl sein. Wir nennen Ihnen alle Fakten rund zum Thema, zeigen Ihnen die Chancen aber auch die möglichen Risiken dieser Anlageform.

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Tracker-Zertifikate - eine transparente Anlageform

Tracker-Zertifikate sind Zertifikate, denen ein bestimmter Basiswert zugrunde liegt. Bei diesem Basiswert kann es sich um einen Index aber auch um einen Aktienkorb handeln, der Anleger investiert also nicht in ein einzelnes Unternehmen, sondern in einen bestimmten Markt. In den vergangenen Jahren haben Tracker-Zertifikate zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Der Hauptgrund ist jedoch sicherlich, dass der Anleger bereits mit einer relativ kleinen Anlagesumme von der Entwicklung eines ganzen Marktes zu profitieren kann.

Der Anleger investiert in einen Basiswert, durch diesen kann er im Gegensatz zu Aktien sein Risiko streuen. Er kann von der gesamten Entwicklung aller im Korb enthaltenen Aktien profitieren. Ein weiterer Vorteil dieser Anlageform ist in der hohen Transparenz zu finden. Anleger können die Entwicklung des Basiswertes verfolgen und bei Bedarf entsprechend reagieren. Jedoch sind bei diesen Zertifikaten keine Sicherheitsmechanismen vorgesehen. Der Wert des Zertifikates ergibt sich somit ausschließlich aus der Entwicklung des Basiswerts. Der Anleger profitiert zu 100 Prozent von den Kursgewinnen, er muss aber auch die Verluste im vollen Umfang tragen.

Aufgrund der Risikostreuung, der hohen Transparenz, der einfachen Handhabung aber auch der verhältnismäßig geringen Kosten sowie der Möglichkeit bereits mit einem kleinen Anlagebetrag in große Märkte zu investieren, ist diese Zertifikatsform für viele Anleger trotzdem geeignet.

Index- und Tracker-Zertifikate im Vergleich

Häufig werden Tracker-Zertifikate auch als Index-Zertifikate bezeichnet, da beide Zertifikatsformen viele Gemeinsamkeit aufweisen. Tracker- und Index-Zertifikate beruhen auf dem gleichen Prinzip, aus diesem Grund ist eine genaue Abgrenzung nur schwer möglich. Der Wertentwicklung beider Zertifikate - sie können sowohl eine feste als auch eine variable Laufzeit haben - liegt ein bestimmter Basiswert zugrunde. Bei Index-Zertifikaten bezieht sich dieser Basiswert auf einen bestimmten Index, dabei kann es sich beispielsweise um den DAX, den DJ Euro Stoxx 50 oder den Nasdaq 100 handeln. Hingegen kann der Basiswert bei einem Tracker-Zertifikat ein Index aber auch ein Aktienkorb sein.

Bei beiden Zertifikatsformen konzentriert sich der Anleger auf einem bestimmten Markt. Er kann mit einer einzigen Transaktion bereits mit einem geringen Anlagebetrag von der Entwicklung eines ganzen Marktes profitieren. Somit ist eine optimale Risikostreuung möglich. Aufgrund dieser Risikostreuung sind bei beiden Zertifikatsformen keine Sicherheitsmechanismen enthalten. Der Anleger erhält bei Zertifikaten keine Dividenden ausgezahlt, trotzdem sollte er überprüfen, ob und wie weit Dividendenzahlungen bei der Entwicklung des Basiswertes berücksichtigt werden.

Tracker-Zertifikate sind vor allem in den Bereichen der Rohstoffe aber auch der erneuerbaren Energien sowie in exotischen Märkten zu finden. In diesen Märkten ist in der Regel noch kein entsprechender, beziehungsweise kein nach den Wünschen der Anleger zusammengesetzter Index vorhanden.

Vor- und Nachteile der Tracker-Zertifikate

Da Anleger bereits mit einem kleinen Anlagebetrag in einem großen Markt investieren können, eignen sich die Tracker-Zertifikate vor allem für Kleinanleger. Sie können mit ihnen von der Entwicklung junger aber auch exotischer Märkte profitieren. So ist beispielsweise eine Kapitalanlage am Rohstoffmarkt aber auch am Strommarkt möglich. Durch den Kauf entsprechender Aktien und Anteile könnten Kleinanleger nie eine so hohe Diversifikation wie bei den Zertifikaten erzielen. Anleger investieren in einen Bereich und nicht in einen Wert, ihr Risiko reduziert sich dadurch erheblich. Dies ist einer der wesentlichen Vorteile dieses Anlageprodukts. Nachteilig ist jedoch zu erwähnen, dass diese Zertifikatsform keinen Sicherheitsmechanismus vorsieht. Sollte der gewählte Markt eine negative Entwicklung aufweisen, sind Anleger zu 100 Prozent an den Verlusten beteiligt. Aus diesem Grund sollte auch hier eine intensive Marktbeobachtung erfolgen.

Für das Zertifikat spricht auch die zumeist flexible Laufzeit. Anleger erhalten die Möglichkeit, bei tiefgreifenden Veränderungen des relativ transparenten Basiswertes zu reagieren. Unter Berücksichtigung der geringen Kosten sowie der einfachen Handhabung kann der Kauf eines solchen Zertifikats bei einer Annahme einer positiven Entwicklung des Marktes grundsätzlich empfohlen werden. Das Risiko eines möglichen Verlustes ist jedoch zu beachten, aus diesem Grund diese Anlageform für die Altersvorsorge jedoch nur bedingt zu empfehlen.

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