Tagesgeld
Sichere Geldanlage beim Tagesgeldkonto
Wenn man als Anleger nach einer sehr sicheren Form der Geldanlage sucht, wird man in erster Linie im Bereich Tagesgeld und Festgeld fündig. Es handelt sich dabei jeweils um verzinsliche Geldanlagen, die sich in erster Linie durch die hohe Sicherheit, daneben aber noch durch weitere Aspekte auszeichnen. Welche Aspekte sprechen für eine Anlage in Tagesgeld? Die besten Anbieter finden Sie im Tagesgeld-Vergleich.
Diese sehr hohe Sicherheit kommt vor allen Dingen deshalb zustande, weil in Deutschland und auch in den anderen Staaten der Euro-Zone für alle Kundeneinlagen, die auf einem Tagesgeldkonto oder einem Festgeldkonto deponiert sind, die gesetzliche Einlagensicherung gilt.
Welche Vorteile bietet Tagesgeld?
Konkret bedeutet das, falls die Bank, bei der man seine Anlage als Tagesgeld oder als Festgeld nutzt, zahlungsunfähig werden sollte, ist das angelegte Kapital dennoch bis zu einer Summe von aktuell 50.000 Euro geschützt und kann an den Anleger trotz Insolvenz der Bank zurück gezahlt werden.
Ferner ist die Anlage auf Tages- und Festgeldkonten sehr sicher, weil weder ein Währungs-, noch ein Zins- oder Kursrisiko besteht, wie es bei vielen anderen Arten von Geldanlagen der Fall ist. Ein Risiko in Form des Emittentenrisikos besteht bei der Anlage in Tagesgeld oder Festgeld also im Grunde nur ab einer Anlagesumme von über 50.000 Euro, aber selbst dann sind die meisten Banken, zumindest in Deutschland, zusätzlich privaten Einlagensicherungsfonds angeschlossen, die oftmals Kundeneinlagen bis zu vielen Millionen von Euro (je Kunde und abhängig von der Höhe des Eigenkapitals der jeweils betroffenen Bank) absichern können.
Ein sehr großer Vorteil beim Tagesgeld ist die tägliche Verfügbarkeit des angelegten Kapitals. Hier kann das Festgeld nicht ganz mithalten, denn man muss in der Regel sein Kapital mindestens für 30 Tage auf dem Festgeldkonto anlegen. In dem Zusammenhang ist als kleiner Nachteil des Festgeldes zu nennen, dass eine vorzeitige Verfügung in aller Regel nicht möglich ist. Wer also sein Kapital zum Beispiel drei Jahre auf einem Festgeldkonto anlegt, muss auch davon ausgehen, dass keine Verfügung vor Ablauf der Festlegedauer möglich ist. Trotz dieses kleineren Nachteils des Festgeldes gegenüber dem Tagesgeld, überwiegen bei beiden Produkten auf jeden Fall die Vorteile, insbesondere natürlich für sicherheitsorientierte Anleger.
Zu den weiteren Vorteilen der Anlage in Tagesgeld und Festgeld zählt zudem, dass keine Kosten für den Anleger anfallen. Während man bei vielen anderen Geldanlagen Gebühren für die Verwaltung oder für die Nutzung der Anlage als solche zahlen muss, ist die Eröffnung und die Führung des Tages- oder Festgeldkontos völlig kostenlos für den Anleger. Wenn man beide Anlagealternativen zum Beispiel mit einem direkten „Konkurrenzprodukt“, den Geldmarktfonds, vergleicht, dann zahlt man dort im Durchschnitt jährlich Gebühren in Form der Verwaltungs- und Managementgebühren von ca. 1-2 Prozent.
Welche Zinsen bietet Tagesgeld?
Neben der Sicherheit, der Verfügbarkeit und den Gebühren, spielen natürlich auch beim Tagesgeld und beim Festgeld die Zinsen für sehr viele Anleger eine wichtige Rolle. In diesem Bereich muss man allerdings festhalten, dass Festgeld und Tagesgeld sicherlich nicht die renditestärksten Finanzprodukte darstellen.
Dieses liegt aber zum großen Teil natürlich daran, dass die Sicherheit der Anlageform sehr hoch ist und Produkte mit einer hohen Sicherheit fast immer eine geringere Rendite aufweisen als risikoreichere Geldanlagen. Wer sich für ein Investment in Tagesgeld oder Festgeld entscheidet, muss sich darüber im Klaren sein, dass andere Geldanlagen höhere Erträge bieten, allerdings fast immer auf Kosten der Sicherheit.
Grundsätzlich orientieren sich die Banken mit der Höhe der Zinsen am Leitzinssatz der EZB. Sind die Leitzinsen auf einem relativ hohen Niveau, kann man als Anleger auch mit guten Festgeld- und Tagesgeldzinsen rechnen. Derzeit liegen die Zinsen allerdings, eben aufgrund der extrem niedrigen Leitzinsen, nur bei durchschnittlich 1,5 bis zu 2,5 Prozent. Sowohl beim Tagesgeldkonto als auch beim Festgeldkonto kommt hinzu, dass die Höhe der Zinsen auch abhängig von der Anlagesumme sein kann. Beim Festgeld bekommt man in der Regel für höhere Anlagebeträge bessere Zinsen, während man beim Tagesgeld oftmals beobachten kann, dass die Zinsen ab einer bestimmten Anlagesumme eher sinken.
Insgesamt kann man festhalten, dass es sich sowohl bei der Tagesgeldanlage, als auch bei der Festgeldanlage, um eine sehr sichere Form der Geldanlage handelt, und diese beiden Produkte in erster Linie für Anleger geeignet, die sehr sicherheitsorientiert sind. Besonders für das Tagesgeld spricht zudem die jederzeitige Verfügbarkeit, während das Festgeld sehr flexibel im Bezug auf die wählbaren Laufzeiten ist. Aufgrund der hohen Sicherheit ist die Rendite im Vergleich zu anderen risikoreicheren oder sehr langfristigen Geldanlagen allerdings auf einem etwas niedrigeren Niveau.
