Stromzähler

Funktionsweise und Arten von Stromzählern

Mit dem Messgerät wird der Verbrauch von elektrischer Energie in einem Haushalt bestimmt. Das Gerät erfasst den verbrauchsabhängigen Wechselstrom und die anliegende Spannung. Daraus ermittelt der Stromzähler den Verbrauch in Kilowattstunden. Im privaten Bereich werden meistens zwei Arten eingesetzt. Der Eintarifzähler und der Doppeltarifzähler.

Der Erstere hat ein Zählwerk und erfasst die Gesamtmenge des verbrauchten Stroms. Wird der günstige Tarif des Nachtstroms genutzt, kommen die Zähler mit zwei Zählwerken zum Einsatz. Sie ermitteln getrennt den Verbrauch im Hochtarif (vorwiegend tagsüber) und den verbraucherfreundlichen Niedertarif, der überwiegend nachts von den Stromzulieferern angeboten wird. 

Elektronische und intelligente Stromzähler

Von den elektronischen Stromzählern werden die Verbrauchsdaten in digitale Signale umgewandelt. Gegenüber den konventionellen analogen Stromzählern haben die elektronischen Stromzähler den Vorteil, dass die Daten per Kabel oder Funk an die Stromversorger weiter geleitet werden (können). Die elektronischen Stromzähler bieten deshalb die Möglichkeit für eine regelmäßige und automatische Fernablesung. Die Verbraucher haben den Vorteil, dass der Stromverbrauch eingesehen werden kann und durch seine ständige Aktualisierung immer dem neuesten Stand entspricht.

Technologisch noch einen Schritt weiter sind die intelligenten Stromzähler. Sie können im nächsten Jahrzehnt die Relation zwischen den Kunden und den Energieversorgern revolutionieren. Intelligente Stromzähler speichern und informieren neben dem Verbrauch auch noch über das zeitliche Intervall der verbrauchten Kilowattstunden. Die Daten werden auf differenten Verbindungswegen an die Stromversorger übermittelt. Die Kunden profitieren ebenfalls von der Innovation der intelligenten Stromzähler. Durch die flexible Erfassung des Stromverbrauchs können die Kosten monatlich abgerechnet werden und teuere Nachzahlungen und überhöhte Abschläge bei der Jahresabrechnung würden entfallen.

Intelligente Stromzähler erfüllen die Wünsche vieler Stromverbraucher beim Strom sparen. Die aktuellen Verbrauchsdaten können am heimischen Computerbildschirm abgelesen werden und nach einem bestimmten Zeitraum miteinander verglichen werden. Wird das Verbrauchsprofil von den Nutzern analysiert, können mit dieser Methode die Stromfresser ausfindig gemacht werden und auch der Stand-by-Verbrauch ermittelt werden. Der Stromzähler selbst spart ebenfalls Strom. Bis zu zwei Drittel weniger Energieverbrauch werden in der Fachliteratur angegeben.

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Umstellung auf die neue Stromzählergeneration

In jedem Neubau oder nach grundlegenden Renovierungsarbeiten werden die intelligenten Stromzähler ab Januar 2010 Pflicht. Sie werden den Verbrauchern bei den Stromkosten mehr Transparenz schaffen und bieten die Möglichkeit den Energieverbrauch selbst zu steuern und zu überwachen. Bei vielen Kunden ist auch die genaue Abrechnung des Stromverbrauchs im Monat von einer hohen Priorität.

Die intelligenten Stromzähler schaffen nicht nur die Voraussetzungen für einen sparsameren Umgang mit Energie und einer besseren Transparenz, sondern sind auch die Grundlagen für den Aufbau von intelligenten Stromnetzen. Dieser komplexe Netzbetrieb soll den Trend der stetigen zentralen Stromerzeugung zu einer dynamischen dezentralen Stromversorgung mit der Hilfe von umweltfreundlichen Technologien ermöglichen.

Ferraris-Stromzähler

Die Stromzähler zeigen die Wirkleistung von ein- oder mehrphasigem Wechselstrom und zählen die übertragene Energie. Sie arbeiten nach dem Induktionsprinzip. Im Motor der Ferraris-Stromzähler läuft eine drehbar gelagerte Aluminiumscheibe durch die Felder von zwei Erregerspulen. Die erste Spule ist im Ferraris-Stromzähler mit den elektrischen Verbrauchern in Reihe geschaltet, während die andere mit ihren vielen Windungen und der hohen Induktivität parallel angeschlossen ist. Ferraris-Stromzähler sind sehr weit verbreitet und befinden sich hauptsächlich in Altbauten oder Mietwohnungen.