Strom anmelden: Was ist zu beachten?

Bei Umzug muss der Strom angemeldet werden

Egal ob Privatkunde oder gewerblicher Kunde - beim Umzug in eine neue Wohnung, ein neues Haus oder ein neues Bürogebäude muss der Strom angemeldet werden. Am besten ist es, vor Abschluss die Tarife und Konditionen zu vergleichen. 

Strom anmelden: So wird’s gemacht

Die An- oder Ummeldung beim Stromanbieter zählt zu den wichtigsten Dingen, die bei einem Umzug unbedingt erledigt werden müssen. Man unterscheidet hierbei zwischen einer Anmeldung als Neukunde bei einem Stromanbieter und einer Ummeldung. Bei einer Ummeldung bleibt man Kunde beim bisherigen Energieversorger und meldet den laufenden Vertrag auf eine neue Adresse um.

Gut zu wissen: Wer die An- oder Ummeldung beim Energieversorger vergisst, steht trotzdem nicht im Dunkeln. Die örtlichen Stadtwerke liefern immer Strom und werden automatisch zum neuen Stromversorger, wenn man sich nicht für einen anderen Anbieter entscheidet.

Die Anmeldung beim Stromversorger ist sehr komfortabel. Wer Strom anmelden möchte, kann den Antrag ganz einfach online auf der Internetseite des gewünschten Stromanbieters ausfüllen und abschicken. Alle Kunden, die bei einem anderen Energieversorger ihren Strom anmelden möchten, müssen lediglich einen Neuvertrag beim gewünschten Stromanbieter abschließen: Der neue Versorger übernimmt in der Regel die Kündigung beim alten Anbieter.

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FAQ zur Strom-An-/Ummeldung

Kann man nach dem Umzug ohne Strom dastehen?

Das kann glücklicherweise nicht passieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich der alte Mieter bereits abgemeldet hat oder nicht. Der örtliche Grundversorger ist gesetzlich verpflichtet, die Stromversorgung zu gewährleisten.

Aber: Wer in der neuen Wohnung keinen neuen Stromanbieter gefunden hat, schließt automatisch einen Liefervertrag mit dem Grundversorger ab - und das meist zu schlechteren Konditionen als den marktüblichen Preisen. Der Grundversorgertarif zählt in den meisten Fällen zu den teuersten Tarifen. Wer einen günstigen Stromtarif oder Ökostrom bevorzugt, sollte sich daher rechtzeitig vor einem Umzug um einen neuen Stromlieferanten kümmern.

Muss ich den alten Stromvertrag mitnehmen?

Das kommt darauf an, welche Vertragskonstellation bisher bestanden hat. Wer seinen Strom aus der Grundversorgung bezieht, kann bei Auszug aus der Wohnung mit einer zweiwöchigen Frist kündigen.

Anders verhält sich der Sachverhalt, wenn ein Vertrag mit Mindestlaufzeit besteht. Hier richtet sich die Kündigungsmöglichkeit nach den Regelungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Oft findet sich in den Klauseln ein Sonderkündigungsrecht im Falle eines Umzugs. Als Kunde kann man zum Umzugstermin den Vertrag kündigen.

Teilweise wird im Kleingedruckten zwischen dem Umzug innerhalb des Stromnetzgebiets und außerhalb des Belieferungsgebiets des Versorgers unterschieden. Wenn der Stromanbieter am neuen Wohnort des Kunden nicht tätig ist, besteht das Recht auf außerordentliche Vertragsauflösung. Erfolgt der Umzug innerhalb des Netzgebiets kann der Versorger auf Vertragserfüllung pochen, man kommt aus dem Vertrag also nicht raus.

Was passiert, wenn ich keinen Strom anmelde?

Wer sich beim Umzug in eine neue Wohnung nicht nach einem Versorger umsieht, kommt automatisch in den Grundversorgertarif des örtlichen Stromversorgers, d.h. auch ohne Unterschrift entsteht ein wirksamer Strombelieferungsvertrag. Da die Grundversorgertarife nicht zu den günstigsten zählen, sollte man bereits vor Einzug nach einem alternativen Stromanbieter Ausschau halten.

Übrigens: Sollte man im Grundversorgertarif gelandet sein, kann dieser mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende wieder gekündigt werden. Es besteht also auch nach dem Einzug die Möglichkeit, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.

Welche Daten benötigt der neue Anbieter?

Diese Informationen müssen Sie dem neuen Versorger mitteilen:

  • Zählernummer und Zählerstand.
  • Derzeitiger Energieversorger in der Wohnung.
  • Kundennummer.
  • Datum des gewünschten Lieferbeginns.

Sinnvoll ist es, den Zählerstand gemeinsam mit einer dritten Person zu notieren, damit im Streitfall mit dem Vormieter oder Vermieter kein Ärger entsteht.

Worauf sollte man noch achten?

Die Vorlaufzeit für den Wechsel zu einem neuen Stromversorger liegt bei drei bis sechs Wochen ab dem Zeitpunkt der Unterschrift unter einen Vertrag bis zu Lieferung. Daher sollte man rechtzeitig vor dem Umzug einen geeigneten Anbieter wählen. So ist gewährleistet, dass rechtzeitig bei Einzug in die neue Wohnung die Versorgung mit günstigem Strom gewährleistet ist.

Strom anmelden: Was muss man beachten?

Für Stromverträge gelten unterschiedliche Kündigungsfristen und Laufzeiten. Beim örtlichen Grundversorger, also den Stadtwerken, beträgt die Kündigungsfrist einen Monat. Umzügler können ihren Stromvertrag sogar noch kurzfristiger kündigen. Dies gilt allerdings nur für die Grundversorgung und nicht für abweichende Tarife der Stadtwerke sowie für andere Stromanbieter. Die Kündigungsfristen und Laufzeiten für die Stromversorgung werden im Vertrag individuell geregelt. Optimal sind allerdings eine Kündigungsfrist von einem Monat und eine möglichst kurze Vertragslaufzeit. Wer sich vertraglich länger an einen Stromanbieter bindet, kann zwischendurch nicht flexibel wechseln. Für den Fall einer Strompreiserhöhung und für Umzüge gilt in der Regel ein Sonderkündigungsrecht.

Wer Strom anmelden möchte, kann zwischen verschiedenen Tarifen wählen. Als Richtwert für den neuen Tarif gilt der Jahresverbrauch von der letzten Stromrechnung. Viele Stromtarife werden heute mit Preisgarantie angeboten, womit Strompreiserhöhungen immerhin innerhalb dieser Laufzeit ausgeschlossen sind. Wenn man Strom anmelden möchte, geht es besonders einfach im Internet – alternativ können sich Stromkunden die erforderlichen Formulare aber natürlich auch zuschicken lassen. Unseren Strompreisvergleich finden Sie hier

Strom anmelden: Ökostrom im Trend

Immer mehr Stromkunden entscheiden sich jetzt für einen Ökostromtarif. Der beliebte Ökostrom wird von spezialisierten Ökostromanbietern, immer mehr überregionalen Versorgern und Stadtwerken angeboten. Bei Ökostrom handelt es sich um umweltschonend produzierte Energie, die unter anderem aus Wasser- und Windkraft gewonnen wird. Wer umweltfreundlichen Strom anmelden möchte, informiert sich vorab am besten über dessen Herkunft: Manchmal verstecken sich hinter dem grünen Strom auch nur für den Verbraucher verwirrende Zertifizierungen. Echter Ökostrom fördert aber in jedem Fall die Abkehr von der nach den Unglücken in Japan wieder verstärkt in die Kritik geratenen Atomstromversorgung.

Jeder Haushalt kann zudem Strom sparen und mit einem bewussten Verbrauchsverhalten die Umwelt schonen. Wer weniger Strom verbraucht, entlastet in Zeiten steigender Energiepreise auch die eigene Haushaltskasse. Eine gute Basis für einen möglichst niedrigen Stromverbrauch im Haushalt bieten stromsparende Geräte wie Herde, Kühlschränke, Trockner und Waschmaschinen der Energieeffizienzklasse A.

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