Steuerklassenrechner

Optimale Steuerklasse nach der Heirat

Die Heirat verändert auch die steuerliche Situation. Ehepaare geben eine gemeinsame Steuererklärung ab. Durch die Wahl der richtigen Steuerklasse können Verheiratete bares Geld sparen. Ermitteln Sie mit dem Steuerklassenrechner, welche Steuerklassenkombination für Sie die richtige ist. Der Wechsel der Steuerklasse muss beim zuständigen Finanzamt beantragt werden.

 

Ehepartner 1

Ehepartner 2


Geburtsjahr

Haben Sie Kinder?

Jahresfreibetrag

i

Kirchensteuer

Bundesland

Selbständig

Rentenversicherung

Krankenversicherung

Hinweise zum Steuerklassenrechner

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit sich Ehegatten auf verschiedene Steuerklassen aufteilen können. Die Ehegatten sind

  • unbeschränkt steuerpflichtig,
  • nicht dauerhaft getrennt lebend und
  • beide beziehen Arbeitslohn.

Mit dem Steuerklassenrechner lässt sich ermitteln, ob die Kombination aus den Steuerklassen 3/5 oder 4/4 am besten ist. Grundsätzlich gilt, dass Ehepartner mit ungefähr gleich hohem Einkommen mit der Kombination der Steuerklassen 4/4 besser fahren. Bei großen Einkommensunterschieden empfiehlt sich die Aufteilung in die Steuerklassen 3/5.

Hinweis in Zusammenhang mit dem Elterngeld: Wer ein Kind erwartet, sollte über den Wechsel der Steuerklasse nachdenken, auch wenn dies auf den ersten Blick unvorteilhaft erscheint. Denn der Partner, der Elterngeld bezieht, erhält die staatliche Lohnersatzleistung auf Basis der letzten Netto-Gehälter. Durch die Wahl einer anderen Steuerklasse lässt sich also die Elterngeldzahlung erhöhen.

Weitere Sparmöglichkeiten ermitteln

Der Wechsel der Steuerklasse stellt einen Bestandteil dar, um das verfügbare Nettoeinkommen zu erhöhen. Bitte beachten Sie, dass Sie auch durch weitere Sparmaßnahmen Ihre Nettoeinkünfte spürbar erhöhen können. Nachfolgend haben wir Ihnen ein paar Tipps zusammengestellt:

Zusammengenommen können Sie Ihre Versicherungskosten deutlich reduzieren und durch Riester- und Rürup-Verträge steueroptimiert für das Alter vorsorgen.

Häufige Fragen zum Steuerklassenrechner

Gibt es eine Faustregel für die Steuerklassenberechnung?

Vereinfachend lässt sich sagen, dass die Steuerklassenkombination III/V gegenüber der Kombination IV/IV vorteilhaft ist, wenn der Ehegatte mit dem geringeren Einkommen weniger als 40 Prozent der Gesamteinkünfte erzielt, der Besserverdienende also über ein Einkommen von mehr als 60 Prozent verfügt.

Was sollte man beim Steuerklassenrechner beachten?

Die Steuerklassenwahl sollte nicht ausschließlich unter steuerlichen Gesichtspunkten getroffen werden. Denn gesetzliche Lohnersatzleistungen, z.B. Arbeitslosengeld, Elterngeld, Krankengeld und Übergangsgeld hängen vom zuletzt erhaltenen Nettogehalt ab. Wer als Arbeitnehmer der Steuerklasse V angehört, erhält dadurch geringere Lohnersatzleistungen. Tipp: Beachten Sie das "Merkblatt zur Steuerklassenwahl 2013" vom Bundesfinanzministerium.

Was ändert sich durch Heirat in Bezug auf die Steuerklasse?

Durch die Heirat ändert sich in der Regel auch die Steuerklasse. Bezieht nur ein Ehepartner Lohn, wechselt dieser von der Steuerklasse I in Steuerklasse III. Sind beide erwerbstätig, so entscheidet sich die Steuerklassenkombination nach dem erzielten Arbeitseinkommen. Bei gleich hohen Einkünften werden beide Ehegatten der Steuerklasse IV zugeordnet. Deutliche Gehaltsunterschiede führen zur Einstufung in die Steuerklasse III (der Höherverdienende) und in die Steuerklasse V.

Welche Fristen gelten für den Steuerklassenwechsel?

Der Wechsel ist grundsätzlich nur einmal im Jahr möglich. Der Antrag muss beim zuständigen Finanzamt für das laufende Jahr bis spätestens 30. November gestellt werden. Für die Umstellung fallen keine Gebühren an.

Welche Regelung gilt für die Homo-Ehe?

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass für eingetragene Lebenspartnerschaften ("Homo-Ehe") die bestehenden Regelungen des Ehegattensplitting angewendet werden müssen. Ein Ausschluss dieser Lebensform verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes (Az. 2 BvR 909/06). Eingetragene Lebenspartner sollten daher beim zuständigen Finanzamt die Änderung der Steuerklasse beantragen - je nachdem welche Kombination für sie am günstigsten ist.

Faktorverfahren seit 1. Januar 2010

Ab 2010 können Eheleute für den Lohnsteuerabzug eine zusätzliche Möglichkeit nutzen. Bisher waren nur die Steuerklassenkombinationen III/ V und IV/IV möglich, jetzt kann auch eine Kombination aus IV mit Faktor/IV mit Faktor gewählt werden. Dadurch wird bei den Eheleuten die steuerliche Wirkung des Splittingverfahrens und steuermindernde Vorschriften wie der Grundfreibetrag bereits beim monatlichen Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Ebenso kann es mit dem Faktorverfahren nicht mehr zu hohen Nachzahlungen kommen, wie es bei der Steuerklassenwahl III/V der Fall sein kann.

Der Steuerklassenrechner ermittelt für Sie die günstigste Steuerklassenkombination. Die aktuelle Steuergesetzgebung wird berücksichtigt.

Der Steuerklassenwechsel ist einmal im laufenden Jahr bis zum 30. November möglich. Der Wechsel der Steuerklasse kann zu einem höheren Nettoeinkommen führen. Allerdings wird die endgültige Steuerschuld im Rahmen der Einkommensteuererklärung ermittelt. Zuviel gezahlte Steuern werden vom Finanzamt zurückgezahlt. Wer zu wenig Lohnsteuer gezahlt hat, muss diese wieder beim Finanzamt ausgleichen.

Doch die Lohnsteuer ist nicht die einzige Größe, auf die sich ein Wechsel der Steuerklasse auswirkt. Denn auch Lohnersatzleistungen, die sich auf das Nettogehalt beziehen, hängen von der Steuerklasse ab. Dazu zählen z.B.:

  • Arbeitslosengeld,
  • Elterngeld,
  • Mutterschaftsgeld,
  • Krankengeld.

Wer ein geringeres Nettoeinkommen aufweist, erhält im Leistungsfall auch geringere staatliche Lohnersatzleistungen.