Aktuelle Steueränderungen

Neue Regelungen ab 1.1.2016

Wie in jedem Jahr so treten zum 1. Januar 2016 einige Steueränderungen in Kraft. Die wichtigsten Neuregelungen haben wir für Sie zusammengefasst.

Grundfreibetrag

Der für alle geltende Grundfreibetrag (sog. Existenzminimum) wird 2016 um 180 Euro von derzeit 8.472 Euro auf 8.652 Euro angehoben.

Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent wird somit 2016 erst ab einem Einkommen von 53.666 Euro erhoben, die sog. Reichensteuer von 45 Prozent fällt erst bei einem Jahreseinkommen von 254.447 Euro an.

Kindergeld & Kinderfreibetrag

Das Kindergeld wird ab dem 1.1.2016 angehoben. Es wird um 2 Euro auf 190 Euro für das 1. und 2. Kind, 196 Euro für das 3. Kind und 221 Euro ab dem 4. Kind erhöht.

Der Kinderfreibetrag je Elternteil wird von 2.256 Euro um 48 Euro auf 2.304 Euro im Jahr 2016 aufgestockt.

Unterhaltspflichtige

Unterhaltspflichtige können ab dem 1.1.2016 insgesamt 8.652 Euro zuzüglich Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge des Unterstützten als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen. Wie bisher werden beim Unterhaltshöchstbetrag Einkünfte und Bezüge des Unterstützten von mehr als 624 Euro im Jahr angerechnet.

Rente

Ab dem 1.1.2016 steigt der steuerpflichtige Rentenanteil von 70 auf 72 Prozent. Dieser Prozentsatz gilt für die im Jahr 2016 neu hinzukommenden Rentnerjahrgänge. Bei Bestandsrenten gilt der festgesetzte steuerpflichtige Rentenanteil weiterhin.

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Kirchensteuer

Genossenschaften, Banken, Versicherungen, und Kapitalgesellschaften müssen ihre Kunden ab 2016 nur noch einmalig darüber informieren, dass, sofern kein Sperrvermerk erteilt wurde, sie von Kirchenmitgliedern automatisch die Kirchensteuer auf Erträge einbehalten. Bisher musste dies jährlich geschehen.

Kfz-Steuer

Die Verlängerung des Förderungszeitraumes für reine Elektrofahrzeuge von 10 Jahren läuft Ende 2015 aus. Ab 1.1.2016 gilt die Steuerbefreiung nur noch für 5 Jahre.

Änderungen für Sparer

Ab dem 1. Januar 2016 sind Freistellungsaufträge nur noch dann wirksam, wenn auch die Steuer-Identifikationsnummer des Sparers vorliegt. Die Übergangsregelung hierfür ist zum Ende des Jahres 2015 ausgelaufen. 

Lohnsteuerabzug: Freibeträge gelten länger

Ab 2016 brauchen Arbeitnehmer Freibeträge für den Lohnsteuerabzug nicht mehr jedes Jahr neu beantragen. Vielmehr gelten alle zu berücksichtigenden Freibeträge nun für einen Zeitraum von zwei Jahren, sofern sich in diesem Zeitraum nichts ändert.

Kleinunternehmerregelung 2016

Für Kleinunternehmer gelten die Buchführung- und Aufzeichnungspflichten gelten ab 2016 erst ab einem Umsatz von 600.000 Euro im Jahr (bisher 500.000 Euro) und einem Gewinn von 60.000 Euro im Jahr (bisherr 50.000 Euro).