Sparzinsen
Der beste Weg, Geld zu vermehren
Sparzinsen und Zinseszins
Sparzinsen erhalten Kapitalanleger auf verschiedenen Formen der Geldanlage. Von besonderer Bedeutung sind hier vor allem das Sparbuch sowie das Fest- und Tagesgeldkonto aber auch die festverzinslichen Wertpapiere. Bei all diesen Formen der Geldanlage erhält der Anleger für seine Kapitaleinlage eine Verzinsung. Die Höhe der Zinsen setzt sich dabei aus dem Produkt vom Zinssatz und der Höhe der Spareinlage geteilt durch den Wert 100 zusammen. Je nachdem, welche Form der Kapitalanlage gewählt wird, ist es auch möglich, dass der Anleger Zinseszinsen erhält. Diese sind vor allem bei einem längeren Anlagezeitraum von sehr großer Bedeutung.
Wie oft die Zinsen gutschrieben werden und wie stark somit der Zinseszinseffekt ist, kann von Bank zu Bank variieren. Während einige Kreditinstitute die Zinsen nur zum Jahresende gutschreiben, bieten andere Banken eine Gutschrift vierteljährlich oder sogar monatlich an. Unabhängig davon hat die Häufigkeit der Zinsgutschreibung jedoch nur einen geringen Einfluss auf die Höhe der Sparzinsen. Aus diesem Grund kann dieser Aspekt bei einem Vergleich der Sparangebote von verschiedenen Instituten grundsätzlich außer Acht gelassen werden. Eine Berücksichtigung dieses Aspekts ist nur dann sinnvoll, wenn sich die Angebote in allen anderen Punkten grundsätzlich nicht unterscheiden.
Sparzinsen beim Sparbuch und Tagesgeldkonto
Bei dem Sparbuch handelt es sich um die bekannteste Form des Sparens. Diese Form der Geldanlage ist jedoch nur bedingt zu empfehlen, da die Verzinsung hier vergleichsweise gering ist. Oft beträgt sie weit unter einem Prozent. Die Zinsen entsprechen somit noch nicht einmal der Inflation. Zudem gilt zu beachten, dass für Anleger bei einem Sparbuch eine Kündigungsfrist besteht. Dies bedeutet, dass die Anleger bei einer höheren Sparsumme in der Regel erst nach 3 Monaten im vollen Umfang auf ihr Geld zurückgreifen können.
Im Gegensatz dazu besteht bei einem Tagesgeldkonto stets die Möglichkeit, auf das angelegte Geld zurückzugreifen. Eine sogenannte tägliche Verfügbarkeit ist somit gegeben. Zudem sind auch die Sparzinsen bei dieser Form der Geldanlage attraktiver. Vor allem bei online geführten Tagesgeldkonten sind zum Teil Zinssätze von mehreren Prozentpunkten möglich. Daraus ergibt sich, dass die Sparzinsen bei einem Tagesgeldkonto im Vergleich zu einem normalen Sparbuch ein Vielfaches betragen können. Zudem besteht bei gleicher Sicherheit eine größere Flexibilität. Trotzdem ist Flexibilität bei beiden Sparformen vergleichsweise groß, dies ist der größte Vorteil. Der Nachteil liegt jedoch darin, dass der Zinssatz durch die Bank nach Belieben angepasst werden kann.
Sparzinsen bei langfristigen Kapitalanlagen
Wie bereits erwähnt sind die Kapitalanlagen Tagesgeld und Sparbuch vergleichsweise flexibel, da die Anleger bei diesen Formen der Geldanlage täglich oder zumindest zeitnah auf ihr Guthaben zurückgreifen können. Anders verhält es sich hingegen bei dem Festgeldkonto sowie den festverzinslichen Wertpapieren. Bei diesen Formen der Geldanlage wird das Geld für mehrere Monate oder sogar Jahre angelegt. Dabei gilt, dass bei einem längeren Anlagezeitraum der Zinssatz und somit auch die Sparzinsen steigen. Zudem ist zu beachten, dass der Zinssatz für die gesamte Laufzeit vorgeschrieben ist. Dies bedeutet für Anleger, dass es sinnvoll ist, diese Anlageform zu wählen, sobald eine hohe Verzinsung angeboten wird. Denn in einem solchen Fall können die Anleger auch zu renditeschwachen Zeiten von hohen Sparzinsen profitieren.
Der Nachteil dieser festverzinslichen Geldanlagen stellt jedoch die Tatsache dar, dass Verbraucher nicht nach Belieben auf ihr Kapital zurückgreifen können. Zwar ist in der Regel eine vorzeitige Ablösung möglich, diese ist aber immer mit finanziellen Nachteilen verbunden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, auf eine solche Form der Geldanlage nur zurückzugreifen, falls sichergestellt ist, dass das Kapital während der gesamten Laufzeit nicht benötigt wird.
Weitere Informationen
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