Sparbuch
Sichere Anlage mit Sparkonten
Die Forderung beim Sparbuch besteht in der Rückzahlung des Kapitals, welches der Kunde zuvor auf das Sparkonto eingezahlt hat. Ferner hat der Anleger beim Sparkonto auch das Recht auf den Erhalt eines bestimmten Zinssatzes.
Was bietet das Sparbuch?
Man unterscheidet in der Praxis im Rahmen der verschiedenen Sparkontoarten ein "normales" Sparkonto, wo man jederzeit Geld einzahlen und abheben kann, und verschiedene Sparkonten (Sondersparformen), wie zum Beispiel das Zuwachssparen oder Spar-Zertifikate, wo man einen Bonuszinssatz erhält, das Geld dafür aber für einen bestimmten Zeitraum angelegt wird. Allgemein gilt das Sparbuch als eine sehr sichere Art von Geldanlage, was vor allen Dingen auch damit zu begründen ist, dass die Kundeneinlagen durch die Einlagensicherung geschützt sind und die Sparkonten keine Zins-, Währungs- oder Kursrisiken aufweisen.
Wenn man sich die Spareinlagen einmal etwas im Detail anschaut, so sind verschiedene Merkmale, wie zum Beispiel Laufzeiten, Kündigungsfristen oder Vorschusszinsen zu beachten. Beim normalen Sparbuch (Normalsparbuch) ist es so, dass dieses keine bestimmte Laufzeit hat.
Das Kapital kann jederzeit verfügt werden, möchte man allerdings mehr als 2.000 Euro innerhalb eines Monats verfügen, sollte man diesen Betrag innerhalb der dreimonatigen Kündigungsfrist zuvor kündigen, da man ansonsten für den Betrag über 2.000 Euro Vorschusszinsen zahlen muss.
Die Höhe der Vorschusszinsen liegt im Regelfall bei einem Viertel der Habenzinsen. Neben dem normalen Sparbuch werden die Spareinlagen oftmals noch anderweitig als Geldanlage genutzt, nämlich in Form von Sparkonten mit einem höheren Zinssatz (Bonuszinssatz). Diese Spareinlagen haben dann auch bestimmte Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren. Innerhalb dieser Laufzeiten ist es üblicherweise so, dass man erstmalig nach Ablauf eines Jahres innerhalb von jeweils drei Monaten den Betrag kündigen kann. Auch bei diesen Sondersparformen ist es jedoch so, dass ungekündigte Verfügungen mit Vorschusszinsen "bestraft" werden. Oftmals wird dann sogar der gesamte Bonuszinssatz für ein Jahr entfallen, wenn man vor der eigentlichen Fälligkeit Verfügungen vornimmt.
Welche Steuern fallen auf die Erträge beim Sparbuch an?
Wie bei nahezu jeder Form der Geldanlage, so müssen natürlich auch die Erträge, die man durch das auf dem Sparbuch eingezahlte Kapital erhält, Steuern gezahlt werden. Beim Sparkonto als Geldanlage bestehen die Erträge ausschließlich aus Zinsen, die im Rahmen der im Jahre 2009 eingeführten Abgeltungssteuer mit einem Steuersatz von 25 Prozent zu versteuern sind.
Es gibt jedoch nach wie vor die Möglichkeit einen Freistellungsauftrag zu stellen, der den Abzug der Steuern bis zu einer Gesamtsumme an Zins- oder sonstigen Erträgen von 801 Euro im Jahr verhindert. Auch wenn man diesen Auftrag nicht erteilt, kann man diesen Freibetrag im Rahmen der Einkommensteuer nutzen und sich zu viel abgezogene Steuern erstatten lassen. Vom Grundsatz her sind aber natürlich zunächst einmal alle Zinsen aus Spareinlagen steuerpflichtig.
Sicherheit beim Sparbuch
Das Sparkonto ist nicht wegen seiner guten Rendite oder wegen seiner Flexibilität nach wie vor bei vielen Millionen Anlegern als Geldanlage sehr beliebt, sondern in erster Linie, und im Grunde inzwischen sogar ausschließlich, wegen seiner sehr hohen Sicherheit.
Wenn man ein Sparkonto bei einer deutschen Bank nutzt, kann man dieses Investment als nahezu "bombensicher" bezeichnen. Nutzt man ein Sparkonto bei einer Sparkasse oder bei einer Volks- und Raiffeisenbank, ist die Anlage sogar in unbegrenzter Höhe im Rahmen der Einlagensicherung geschützt. Generell gilt für alle Sparkonten bei deutschen Banken ein gesetzlicher Schutz von bis zu 50.000 Euro pro Kunde, darüber hinaus gibt es noch private Einlagensicherungsfonds und die unbegrenzt gültige (betragsmäßig) Garantie des Bundes. Ein Emittentenrisiko ist beim Sparbuch in der Praxis also im Grund nicht vorhanden.
Zu den übrigen Risiken, die Geldanlagen vom Grundsatz her aufweisen können, weist das Sparkonto ohnehin keines dieser Risiken auf. Ein Währungsrisiko gibt es nicht, wenn man ein Sparkonto bei einer Bank im Euroraum nutzt. Ein Kursrisiko ist ebenfalls nicht vorhanden, weil der Anleger sein Kapital jederzeit zu 100 Prozent zurück erhält. Ein Zinsrisiko gibt es auch nur in dem Sinne, dass der Zinssatz im Bereich der Normalsparkonten von der Bank zwischenzeitlich einmal gesenkt werden kann. Bei Sondersparformen ist der vereinbarter Zinssatz für die gesamte Laufzeit garantiert.
Weitere Informationen
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Das Sparbuch dient vielen Anlegern bereits seit Jahrzehnten als sichere Geldanlage. Es ist rechtlich betrachtet eine Urkunde, die eine Forderung des Inhabers gegenüber der Bank verbrieft. Sparkonten bieten eine geringere Verzinsung als Festgeld. Für diese Form der Anlage gilt keine Mindestanlagesumme.