Sparbriefe
Feste Zinsen durch Sparbriefe
Was sind Sparbriefe?
Ein Sparbrief ist ein Anlageprodukt, welches grundsätzlich von jeder Bank bzw. Kreditinstitut ausgegeben wird. Dabei handelt es sich um ein festverzinsliches Produkt, für welches die Verzinsung für die gesamte Laufzeit festgelegt wird. Dadurch erhält der Inhaber eines Sparbriefes eine gute Übersicht über die zukünftige Entwicklung. Sparbriefe sind in vielen Variationen erhältlich und lassen sich zum großen Teil auf individuelle Wünsche und Bedürfnisse anpassen. Man unterscheidet zwischen dem normalen Sparbrief, dem abgezinsten Sparbrief und dem Sparbrief mit jährlich steigendem Zins.
Unterschiede gibt es hinsichtlich des Kaufpreises und der Laufzeit. Die Laufzeit beträgt in der Regel nicht mehr als zehn Jahre. Für besonders kurze Laufzeiten eignet sich hauptsächlich die dritte Variante, da hierfür zuzüglich zum Nennwert auch nach kurzer Wartezeit der angelaufene Zinsanteil ausbezahlt wird. Der Ankauf eines Sparbriefes ist frei von Spesen und erfolgt, außer beim abgezinsten Sparbrief, zum vollen Nennwert. Der Inhaber kann seine Sparbriefe bis zur Gänze beleihen, soweit dies in den vertraglichen Konditionen vereinbart wurde.
Lassen sich Sparbriefe auflösen?
Sparbriefe mit jährlich steigendem Zins können jederzeit aufgelöst werden. Alle anderen Sparbriefe unterliegen einer vereinbarten Laufzeit, innerhalb welcher dieser eigentlich nicht vorzeitig gekündigt werden kann. Daher handelt es sich bei Sparbriefen um eine Kapitalanlage, bei welcher das angesparte Kapital nicht jederzeit verfügbar ist. Sollte beim Kauf des Sparbriefes die Option zur vorzeitigen Auflösung vereinbart werden, so muss der Kunde eine Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank bezahlen.
Bei akutem Bedarf am angesparten Geld besteht die Möglichkeit, den Sparbrief zu beleihen. Die Laufzeit hat einen großen Anteil daran, wie hoch die Verzinsung ausfällt. Auch der angelegte Betrag, der bei vielen Banken mindestens 2.500 Euro beträgt, kann die Verzinsung beeinflussen. Sparbriefe stellen eine sehr sichere und günstige Anlageform dar, da weder Kontoführungsgebühren, noch Kosten für die Kontoeinrichtung oder –löschung behoben werden. Die Sicherheit wird dadurch erhöht, dass viele Banken, die Sparbriefe ausgeben, dem Einlagensicherungsfonds angehören.
Geld anlegen in Sparbriefen oder Gold?
Natürlich hat jede Geldanlageform ihre Vor- und Nachteile. Im Vergleich zu Gold stellen Sparbriefe eine weitaus sicherere Anlageform dar, da das Gold nicht so krisenbeständig ist, wie häufig angenommen wird. Um somit sicher Geld anzulegen, eignen sich Sparbriefe sehr gut. Allerdings hat man hier nur Aussicht auf geringe Zinsgewinne. Für welche Anlageform man sich entscheidet, liegt an der eigenen Risikobereitschaft. Sparbriefe als sichere Methode ermöglichen zwar nur kalkulierbare Gewinne, allerdings besteht hier keine Verlustgefahr, da die Auszahlung des Kaufpreises inklusive der angesammelten Zinsen garantiert wird.
Ausgenommen davon sind natürlich Sonderfälle, wie die vorzeitige Kündigung, für welche sogenannte Strafgebühren in Rechnung gestellt werden. Wie auch beim Kauf von Gold muss der Investor auch für den Kauf von Sparbriefen einen gewissen Geldbetrag angespart bzw. zur Verfügung haben. Denn die Mindestsumme von 2.500 Euro wird lediglich von einigen wenigen Banken nicht verlangt. Wer also auf die Sicherheit bei der Geldanlage viel Wert legt, ist mit dem Kauf von Sparbriefen bestens beraten.
Weitere Informationen
- Pfandbriefe(vorheriger Artikel)
- Sparzinsen(nächster Artikel)